Dirtbike-Anlage nimmt Formen an

Das alte Trainingsgelände des Vereins Tretlager im Grünwalder Bombentrichter wurde an einem Tag platt gemacht. Bis die neue Anlage in Bogenhausen „steht“ haben die Vereinsmitglieder viel Arbeit vor sich. Foto: privat

Eine wichtige Hürde zur Verwirklichung des Dirtbike-Parcours, den der Verein Tretlager an der Fidelio-/Salzenderstraße bauen will, ist geschafft: Der Vertrag zwischen Stadt und Verein ist unter Dach und Fach. Ehe die Tretlager-Aktiven aber mit den Arbeiten beginnen können, muss die Stadt das Gelände einzäunen.

„Wir haben jetzt den Vertrag“, sagt Stefan Herrmann vom Verein Tretlager. Lange genug haben die Verhandlungen zwischen Verein und Stadt gedauert, obwohl das Sportamt bereits im Dezember gegenüber der HALLO-Redaktion erklärt hatte: „Wir haben das Grundstück schon an Tretlager übergeben“. Sehr kostengünstig stellt die Stadt das Gelände im grünen Band München Ost den Bikern für zehn Jahre zur Verfügung und investiert rund 45.000 Euro in die Erschließung. 5600 Quadratmeter werden Tretlager zur Errichtung der Dirtbike-Anlage überlassen, die restliche Fläche des knapp 40.000 Quadratmeter-Areals an der Fidelio-/Salzenderstraße, das ursprünglich für eine Bezirkssportanlage reserviert war, soll als Freizeitfläche für alle Altersgruppen hergerichtet werden. „Nicht so motiviert“ Zweieinhalb Jahre haben sich die Verhandlungen zwischen den städtischen Referaten und dem Verein Tretlager hingezogen, der nach dem Aus für sein ehemaliges Trainingsgelände im Grünwalder Bombenkrater dringend ein Ausweichquartier brauchte. „Es ist ein Politikum. Irgendwie war die interne Kommunikation in den Ämtern schwierig, grundsätzlich waren sie gegenüber diesem Thema nicht so motiviert“, berichtet Stefan Herrmann im Gespräch mit der HALLO-Redaktion über den Verhandlungsmarathon, der letztlich mit dem Nutzungsvertrag für das Bogenhauser Gelände beendet werden konnte. Noch kein Start Trotzdem, starten können die Biker mit dem Bau der Anlage vorerst noch nicht. „Es zögert sich raus, erst muss noch der Zaun um das Grundstück gebaut werden“, so Herrmann. Diesen Part hat die Stadt übernommen. „Seit zwei Wochen ist die Ausschreibung draußen, wir rechnen damit, dass der Zaun Anfang Juni aufgestellt wird. Wenn die Stadt mit dem Zaun beginnt, können wir auch anfangen“, sagt Stefan Herrmann. 8 Wochen Arbeit Vier bis acht Wochen werden die Biker brauchen, ehe ihr Parcours befahrbar ist. „Es hängt davon ab, wie weit die Jugendlichen Hand anlegen. Jeder der fahren will, sollte was beitragen! Dann geht es schneller“, erklärt Herrmann. Nur in Eigenleistung könne man das Projekt stemmen, große finanzielle Mittel fehlten dem Verein. So sorgt sich Stefan Herrmann auch um Maschinen und ordentliche Erde, denn beides kostet. „Für die ersten Grobarbeiten brauchen wir Maschinen. Das Problem ist auch ordentliche Erde und der Transport. Beides wird nicht günstig“, sagt Herrmann. Humus ohne Steine wird benötigt, denn wie ein Tennisplatz muss der Dirtbike-Parcours nach dem Training „abgezogen“ werden. Erde mit Steinen ist dazu nicht geeignet. Stefan Herrmann hatte darauf gehofft, dass das Baureferat dem Verein mit Maschinen aushilft. „Die sagen aber, sie haben keine!“ sagt Herrmann resigniert. Platt gemacht Der Grünwalder Bombenkrater sei über einen Zeitraum von 20 Jahren per Hand geformt worden. „In einem Tag wurde er mit Maschinen platt gemacht. Unsere Forderung für den Bau der neuen Anlage war Maschinenunterstützung“, so Herrmann. Bleibt zu hoffen, dass das Baureferat seinen Maschinenpark noch einmal unter die Lupe nimmt und dem Bikern mit ein paar Stunden Radlader-Einsatz viele Wochen mühsamer Handarbeit erspart. Vielleicht legen ja die örtlichen Stadträte ein gutes Wort für Tretlager ein und sorgen so dafür, dass in Bogenhausen bald die Zweiräder auf dem Trainingsareal rollen. Gabriele Mühlthaler

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