Cäcilienmesse von Joseph Haydn

Das große Kirchenkonzert in St. Emmeram am Samstag, 12. November, ist der Cäcilienmesse (Hob. XXII/5) von Joseph Haydn gewidmet. Foto: privat

Das Konzert am Samstag, 12. November, um 19 Uhr in St. Emmeram (Ecke Ostpreußen- /Putziger Straße) ist der Cäcilienmesse (Hob. XXII/5) von Joseph Haydn gewidmet. Diese Messe ist mit etwa 70 Minuten Aufführungsdauer die umfangreichste Messkomposition des Genies der Wiener Klassik und sie erlebt inzwischen eine Phase der Wiederentdeckung.

Als Interpreten werden unter der Leitung von Armin Jäck zu hören sein: Der Chor zusammen mit dem Vokalensemble der Pfarrei St. Emmeram, Brigitte Frühwein (Sopran), Maria Hiefinger (Alt), Markus Roberts (Tenor), Thomas Ruf (Bass), das Regensburger Kammerorchester und die Süddeutschen Bläsersolisten. Die Cäcilienmesse Die Cäcilienmesse wurde als Messe für die Wallfahrtskirche Mariazell komponiert. Sie trägt im Original den Titel „Missa Cellensis in honorem Beatissimae Virginis Mariae“ und wurde später auch als „Große Mariazeller Messe“ oder meistens wegen ihrer Prachtentfaltung als „Cäcilienmesse“ bezeichnet. Nicht zu verwechseln ist das Werk mit der „Mariazeller Messe“, die Haydn später bei einem Aufenthalt in Mariazell komponiert hat. Mariazell Die Wallfahrtskirche Mariazell ist einer der hervorgehobenen Wallfahrtsorte in Österreich zur Verehrung der Muttergottes. Bereits 1243 wird der Ort als „Cella“ bezeichnet und gehört zu dem Benediktinerstift St. Lambrecht. Die Habsburgischen Herrscher untermauerten die Bedeutung dieses Ortes dadurch, dass die „Via sacra“, ein Pilgerweg, der von Wien aus nach Mariazell führt, häufiger von Mitgliedern des Kaiserhauses bepilgert wurde. Auch Joseph Haydn hat eine Wallfahrt nach Mariazell unternommen, um dort die festliche Kirchenmusik zu erleben und um Anstellung als Sänger zu bitten, nachdem sich seine Stimmlage endgültig festgelegt hatte. Die „Cäcilienmesse“ war eine Auftragskomposition des Fürsten Esterházy, bei dem Haydn in Stellung kam. Es gibt von ihr 80 bekannte Abschriften bis weit ins 19. Jahrhundert hinein, was darauf schließen lässt, dass sie sich großer Beliebtheit erfreute. Die früheste nachgewiesene Aufführung fand im Stift Göttweig statt. Komplexestes Werk Die „Cäcilienmesse“ ist Haydns längstes und komplexestes Werk dieser Gattung. Die Musik ist hoch virtuos und reich an kontrapunktischer Kunst. Das vorherrschende Klangbild ist das Tutti, der Jubel in C-Dur. Vor allem die großen Schlussfugen sind prächtige Chorsätze und meisterhaft polyphon gearbeitet. Die Teile wechseln im sogenannten Kantatenstil zwischen Chor und Solistenbesetzung ab. Karten Karten gibt es an der Abendkasse zu 14 Euro und im Vorverkauf zu 13 Euro bei Haushaltswaren Mächtlinger, Ecke Ostpreußen-/Dirschauer Straße, und Schreibwaren Kapl an der Freischützstraße 17 erwerben. Ermäßigte Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich. Dieses Konzert wird vom Freistaat Bayern und dem Kulturreferat München unterstützt.

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