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Bürgern gefällt Bebauungsplanentwurf

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Gut angekommen ist im Wesentlichen der Bebauungsplanentwurf für das Gelände der Prinz-Eugen-Kaserne bei den Bürgern, die kürzlich am Workshop für das Projekt teilgenommen haben. Statt mit der üblichen öffentlichen Erörterung stellte die Stadt die Planungen im Rahmen eines Workshops vor.

Der alte Baumbestand des ehemaligen Kasernengeländes an der Cosimastraße soll im Wesentlichen erhalten bleiben, wenn in den kommenden Jahren rund 1600 Wohnungen auf dem Prinz-Eugen-Areal entstehen. „Der alte Baumbestand ermöglicht ein sehr grünes Neubaugebiet“, kommentiert das Münchner Forum den Entwurf von gsp-Architekten und Landschaftsplaner Rainer Schmidt. Das Grundkonzept der straßenbegleitenden Hofbebauung an der Cosimastraße resultiert aus dieser Vorgabe, insgesamt 734 Wohneinheiten mit fünf Höfen sind dort geplant. In neuen weiteren „Clustern“ werden 866 Wohnungen gebaut. Zwei Ost-West-Erschließungsstraßen gehen zur Cosimastraße hin und werden im Westen mit Wendekreis versehen, am östlichen Rand der Wohnhöfe verbindet eine Tangente die beiden Erschließungsstraßen in Nord-Süd-Richtung. Zentraler Platz Prägen soll das Quartier ein zentraler Platz mit Baumhain, Ladenzentrum, Gastronomie und einer Optionsfläche für ein Bürgerhaus. Vier öffentliche Plätze sind im Siedlungsbereich vorgesehen. Die „Cluster-Bebauung“ hinter den Schallschutz-Riegelbauten an der Cosimastraße soll vielfältig und kleinteilig werden. Hofhäuser und L-förmige Einfamilienhäuser werden um ein Atrium gruppiert, auch Reihenhäuser und Stadtvillen sind möglich. Pro „Cluster“ sind zwei Tiefgaragen vorgesehen, eine neue Schule im nördlichen Bereich wird die bestehende Schwimmhalle integrieren. Mehrere Tagesstätten und zwei Bolzplätze sollen das Viertel familienfreundlich machen. Wenig Kritik Beim Workshop gab es natürlich auch Kritik. Nachbarn an der Cosimastraße regten an, die Neubauriegel weiter vom Straßenraum weg ins Gelände zu setzen, Anwohner der Lohengrinstraße fürchten mehr Verkehr durch die künftigen Nachbarn. Lohengrinstraße Frank Otto (SPD), Planungssprecher des Bogenhauser Bezirksausschusses, kann das verstehen. Natürlich werde auf die Lohengrinstraße erheblich mehr Verkehr zukommen, aber auch die Soldaten hätten diesen Weg zur Prinz-Eugen-Kaserne genommen. „Im Wesentlichen wurde die Planung für das Kasernengelände von den Bürgern akzeptiert, der BA soll nur darauf schauen, dass wirklich alles so gut wird, wie in den Plänen angekündigt“, so Otto im Gespräch mit der HALLO-Redaktion. BA-Forderungen Das Bogenhauser Stadtteilgremium hatte deshalb schon vorsorglich gefordert, einen Gestaltungsbeirat zu schaffen, der die Bebauung des Geländes begleitet. Gewünscht hat sich der Bezirksausschuss, auf das fünfgeschossige Gebäude im nördlichen Grünzug zu verzichten, da dieser stadtklimatisch wichtig sei. Auch beim südlichen Grünzug hatte das Gremium Änderungswünsche. „Der Abstand der Gebäude zum Grünzug sollte größer sein, auch die Erschließungsstraße ist da nicht optimal“, so Otto. Der betroffene Grünbereich sei immerhin eine überörtliche Verbindung von Englschalking über Isarhangkante und Grüntal zum Englischen Garten, die viele Bürger nutzten. Die Anregungen der Bürger aus dem Workshop werden in der weiteren Planung gewürdigt. Dies heißt zwar nicht, dass die Wünsche umgesetzt werden, die Verwaltung muss aber zu den einzelnen Punkten Stellung nehmen. Die eine oder andere Anregung fließt dann sicher in die weitere Planung ein. Gabriele Mühlthaler

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