Brücke zwischen München und Japan

Die Klassensprecher Helena Valentin und Philip Velikov freuen sich über das Geschenk von Georg Prinz. Foto: GG

Ein dicker Dank den Helfern! Die Klasse 4b der Grundschule an der Ostpreußenstraße erhielt gegen Ende des Schuljahres hohen Besuch: Der frühere Stadtrat Georg Prinz und die Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Takoko von Zerssen ehrten das Engagement und die Menschlichkeit der Grundschüler.

Ganz genau 1000 Euro hat die Klasse 4b der Grundschule an der Ostpreußenstraße für notleidende Kinder in Japan gesammelt. Die Schulklasse malte Bilder, bastelte Origami-Kraniche und versteigerte die Kunstwerke mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Eltern. Der ehemalige Stadtrat Georg Prinz wurde durch die Berichterstattung im HALLO auf diese „bemerkenswerte Aktion“ aufmerksam und hat sich nun ganz persönlich bedankt. Kinder ließen sich nicht von der Organisation abschrecken „Die Kinder kamen selbst auf uns zu und wollten unbedingt helfen“, sagt Schulleiterin Angelika Fuchs. Die Kinder ließen sich auch nicht von der aufwendigen Organisation abschrecken. Zwei Monate verstrichen, bis sie ihr Vorhaben realisieren konnten. „Das war sogar gut so: So konnten sie nochmal darüber nachdenken, wie wichtig das ist, was sie machen“, so Klassleiterin Ulrike Arndt. „Denn auch wenn der Medienrummel vorbei ist, den Menschen geht es weiterhin schlecht.“ Wahre Menschlichkeit Die Stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Takoko von Zerssen war sehr gerührt: „Obwohl ihr noch nicht viel über Japan wisst, wolltet ihr helfen und das zeugt von wahrer Menschlichkeit.“ Auch der ehemalige Stadtrat Georg Prinz verlieh seiner Begeisterung Ausdruck: „Ihr habt damit eine ganz, ganz große Brücke zwischen München und Japan geschlagen.“ Das sei keine selbstverständliche Reaktion gewesen: „Wenn ich noch nicht in Pension wäre, würde ich eurer Schule einen Titel verleihen: Die Schule der Deutsch-Japanischen Freundschaft“, so der ehemalige Stadtrat. „Bärenstarke“ Anerkennung Als Anerkennung überreichte Georg Prinz den beiden Klassensprechern einen geschnitzten Bärenkopf, den er in seiner Stadtratstätigkeit in den späten 1970er Jahren bekommen hatte, weil er eine Delegation hoher Beamter der japanischen Partnerstadt Sapporo betreute. „Der Bärenkopf sollte mich daran erinnern, dass dort noch richtige Bären leben“, erklärte Prinz. Nun hängt der Bärenkopf an der Wand des Klassenzimmers der 4b und erinnert an einen Freundschaftsdienst für Japan, die deutsch-japanische Freundschaft. Galina Gostrer

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