Was bringt der MVV 2009?

Aktion Münchner Fahrgäste schaut voraus

Was bringt das Jahr 2009 für die MVV-Fahrgäste? Darüber macht sich die Aktion Münchner Fahrgäste mit ihrem Sprecher Andreas Nagel Gedanken. Jahrelang, seit 1972, fuhren alle Fahrgäste mit dem MVV, erklärt Andreas Nagel, Sprecher der Aktion. Mit aufwendigen Marketingmaßnahmen werde nun versucht, den Fahrgästen einzubleuen, dass die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nur für die U-Bahn, die Trambahn und die Stadtbusse zuständig sei. Dies führe zu einer zunehmenden Verunsicherung, ob man auch mit einem Fahrschein der S-Bahn in die Trambahn einsteigen könne, ohne ein Schwarzfahrer zu sein. Die Dachmarke MVV müsse von allen Verkehrsunternehmen gestärkt werden. Denn der Fahrgast könne sich im Regelfall nicht damit auseinandersetzen, welcher Unternehmer ihn gerade befördere. Auch der Blick auf verschiedene Internetseiten, um Störungen und Baustellen zu erkennen, sei mühsam und zeitaufwendig. Die Kapazitäten der U-Bahn müssten kurzfristig erweitert werden. Dazu bedürfe es neuer Züge und einer verbesserten Signaltechnik. Schon vor über 20 Jahren sei die Moskauer U-Bahn über Stunden im 90-Sekunden-Takt gefahren. Dies sollte auch in München technisch machbar sein. Denkbar sei zum Beispiel auch ein System, das den Abstand der Züge dynamisch steuere, so dass ein Auflaufen vermieden werde. Der 10-Minuten-Takt müsse auf allen Linien bis zum Betriebsschluss angeboten werden. Trambahn nach St. Emmeram Mit dem Bau der Trambahn nach St. Emmeram muss nach Ansicht Nagels unverzüglich begonnen werden, sobald die entsprechenden Genehmigungen vorliegen. Auch was zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren hilfreich sei, müsse unternommen werden. Mit der Gemeinde Unterföhring müsse noch in diesem Jahr über eine Verlängerung verhandelt werden, damit diese möglichst noch während der Baumaßnahmen realisiert werden könne. Dies würde nämlich zu einer Entspannung der Situation am Endpunkt St. Emmeram führen. Tarifreform statt Tariferhöhung Sicherlich komme in keiner Vorschau die Erhöhung der MVV-Tarife zur Sprache. Aber es werde von den Verantwortlichen sicher wieder geplant sein, dass die Tariferhöhung im Dezember 2009 solange geleugnet werde, bis wieder alles in trockenen Tüchern und beschlossen sei. „Wir werden eine Tariferhöhung ohne Tarifreform nicht mehr hinnehmen“, betont Nagel für Aktion Münchner Fahrgäste. Die seit Jahren beklagten Ungerechtigkeiten im MVV-Tarif müssten beseitigt werden. Das Semester-Ticket müsse schnellstens eingeführt werden, auch das Sozialticket werde dringend erwartet. Nachdem bei den Ausgaben sehr großzügig gehandelt werde, böten sich vielleicht auch Einsparmöglichkeiten, die eine Tariferhöhung überflüssig machen würden – und nicht zu Kürzungen im Angebot führten. Das Angebot müsse eher erweitert werden. Die Aktion Münchner Fahrgäste werde auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Preis und Leistung achten.

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