Bogenhausens BA-Vorsitzende zum Jahreswechsel

Bogenhausens BA-Vorsitzende Angelika Pilz-Strasser. Foto: privat

Transparenz und Mitbestimmung VON ANGELIKA PILZ-STRASSER

Liebe Bürgerinnen und Bürger des 13. Stadtbezirks, in diesem Jahr wurde viel über Bürgerbeteiligung, Transparenz und Mitbestimmung geredet. Mündige Bürgerinnen und Bürger wollen über Planungen und Kosten informiert werden, sie wollen ihre eigenen Ideen einbringen und sind dafür auch bereit, Zeit zu investieren. Als Ihr gewähltes lokales kommunales Gremium ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass Sie Bescheid wissen über das, was in unserem Stadtviertel passiert. Ein guter Weg Ein guter Weg dahin sind auch erweiterte Bürgerbeteiligungen. Deswegen haben wir uns dafür eingesetzt, dass es zur Bebauung des „Prinz Eugen Parks“ anstelle der offiziellen Beteiligung für die Bürgerinnen und Bürger unseres Viertels einen ganzen „Werkstatt-Tag“ gab. Viel Spannendes passierte rund um den Effnerplatz bis nach St. Emmeram. Dort haben sich im letzten Jahr die Bau- und Planungstätigkeiten konzentriert. Die Oberflächengestaltung des Richard-Strauss-Tunnels ist fast beendet, die „Mae West“ wartet auf gutes Wetter, um zusammengefügt zu werden, dann wird sie von Weitem auf unser schönes Stadtviertel hinweisen. Durch die Füße der Skulptur wird unsere neue Tramlinie „St. Emmeram“ ab Herbst 2011 die Fahrgäste von der Stadt über die Englschalkinger Straße und die Cosimastraße nach St. Emmeram bringen. Seit Mai 2010 sind Oberföhring und Bogenhausen vom Bau der neuen 4,3 Kilometer langen Straßenbahnlinie nach St. Emmeram geprägt und geplagt. 80 Prozent der Gleise sind bis Ende 2010 verlegt, 2011 werden die Fahrleitungen montiert, das Rasengleis gesät und die Bäume gepflanzt. Einzelne Abschnitte werden Alleecharakter haben. Mehr als 130 Bäume kommen an die Fahrbahnränder und mehr als 80 werden an die Inseln der neun Stationen gepflanzt, weitere 40 werden auf den Grünflächen eingesetzt. Im Frühherbst 2011 können wir dann gemeinsam die Tramlinie in Betrieb nehmen. Prinz-Eugen-Kaserne Sie passiert auf ihrem Weg das Areal der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne. Da hat sich im letzten Jahr viel verändert. Die Gebäude sind fast alle abgerissen, der Kamin wurde gesprengt und es zeigt sich ein Baufeld mit vielen Bäumen. Übrig geblieben ist die Schwimmhalle mit dem Tauchtopf, wie wir es gefordert hatten. Jetzt werden die Anregungen der Bürgerinnen und Bürger geprüft und die Behörden beteiligt, das Prüfungsergebnis im Flächennutzungsplan mit integrierter Landschaftsplanung dann umgesetzt und dem Stadtrat vorgelegt. Ziegelei Deck Auch auf der anderen Seite der Cosimastraße wird gebaut. Auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Deck entstehen Wohnungen und eine Kita. Der Stadtrat hat im Sommer 2010 die Bebauung gebilligt. Baubeginn wird 2011 sein. Der Erhalt des Maschinenhäuschens und eines Trocken­stadels dort ist ein Herzensanliegen des gesamten Bezirksausschusses. Inzwischen sind alle Beteiligten, auch der Investor und das Kulturreferat überzeugt und willens, diese Zeitzeugen der Ziegeleigeschichte zu erhalten. Ortskerne Es ist uns wichtig, die Neubaugebiete sorgfältig zu begleiten und Sorge zu tragen, dass sie sich gut in unser Stadtviertel einfügen, es ist gleichzeitig notwendig, die Geschichte zu bewahren. Deswegen haben wir uns massiv dagegen gewehrt, wie die Dorfkerne von Oberföhring, Englschalking, Daglfing und Johanneskirchen in Gefahr kamen, den Ensembleschutz zu verlieren. Der Sturm gegen die Streichungsvorschläge hat dazu geführt, dass jetzt nicht am „grünen Tisch“ entschieden wurde, sondern Landesdenkmalrat, Landesamt für Denkmalpflege und die Bezirksausschüsse gemeinsam die Ensembles besucht und ausführlich diskutiert haben. Der Landesdenkmalrat wird voraussichtlich Anfang 2011 entscheiden. Effnerheim Der Grundstein für das neue Seniorenheim an der Effnerstraße ist gelegt, mehrere Kindertagesstätten sind entstanden oder in Planung. An vielen Ecken wird gebaut und geplant. Das ist gut so, München braucht Wohnungen und wir alle profitieren davon, in einer lebendigen, begehrten Stadt zu wohnen. Unser Stadtviertel wächst und wächst, bald werden es 80.000 Menschen sein, die hier leben. „Bürgerhaus“ Seit vielen Jahren kämpfen wir um ein bürgerschaftlich nutzbares Kulturzentrum für unsere „große Mittelstadt“. Zu unserer großen Freude gibt es auf dem Bebauungsplan „Prinz-Eugen“ jetzt einen Platz mit der Bezeichnung „Bürgerhaus“. Im nächsten Jahr müssen wir den Stadtrat überzeugen, dass die Kosten für die Errichtung dieser Einrichtung sozialpolitisch gut investiert sind. Es werden Räume sein für Begegnungen, Kunst, Aktivitäten, Initiativen, Gruppen … und für viel Information und Bürgerbeteiligung. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen allen ein erfolgreiches, glückliches und gesundes neues Jahr 2011.

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