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SEM Nordost, Busse und Zustand der S-Bahnhöfe ‒ Diese Themen beschäftigen Bogenhausen bei der Bürgerversammlung

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Von: Katrin Hildebrand

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Am Bahnhof Johanneskirchen gibt es in Sachen Sicherheit einiges nachzubessern.
Am Bahnhof Johanneskirchen gibt es in Sachen Sicherheit einiges nachzubessern. © Katrin Hildebrand

Busse, Bahnhöfe und SEM-Bauvorhaben waren die Themen bei der Bürgerversammlung in Bogenhausen. Außerdem wird eine öffentliche Toilette bei der Bieberburg gefordert.

Die großen Themen im Viertel sind geblieben. Auch bei der diesjährigen Bürgerversammlung haben SEM Nordost, Verkehrsprobleme und die offene Frage nach einem Bahntunnel die Menschen beschäftigt. 240 Anwohner waren in die Turnhalle des Wilhelm-­Hausenstein-Gymnasiums gekommen. Sie stellten 30 Anträge und neun Anfragen

Bürgerversammlung in Bogenhausen 2022 - Busse, Bahnhöfe und SEM-Bauvorhaben

Mehrfach war der Zustand der S-Bahnhöfe Daglfing, Englschalking und Johanneskirchen Thema. Eine Bürgerin beantragte erfolgreich „ein Mindestmaß an Sicherheit und Barrierefreiheit“.

Sie verwies unter anderem auf die Kiesfläche vor den Gleisen. „Die dort parkenden Autos sind nicht mal zwei Meter vom Zug entfernt.“ Außerdem müsse jeder Fahrgast um die 50 Treppenstufen zum Bahnsteig bewältigen. Das sei nicht barrierefrei.

Auch der Vorsitzende des BA, Florian Ring (CSU), bemängelte den Zustand der Stationen: „Die Bahn verweist stets darauf, dass sie mit den Maßnahmen auf die SEM warten müsse.“

Florian Ring (CSU)
Florian Ring (CSU) © privat

Verkehr und Busse sind Thema bei Bürgerversammlung in Bogenhausen

Auch die Busverbindungen, oft die einzige Möglichkeit in manche Viertel Bogenhausens zu kommen, sind nicht ideal. So fand der Antrag, die Linie 150 zwischen Westerlandanger und Nordbad auch am Wochenende mit Großraum-Gelenkbussen zu bedienen, großen Anklang. Aktuell gibt es dort samstags und sonntags nur kleinere Busse im 20-Minuten-Takt.

Zahlreiche Bürger stellten kleinere Verkehrsanträge. Sie forderten Zebrastreifen, Tempo 30 sowie die Entschärfungen von Kreuzungen und Kurven. Oftmals ging es um den besonderen Schutz von Kindern und Kita-Gruppen.

SEM Nordost - Bahn-Strecke in Tunnel, weniger Menschen und Erhaltung von Natur

Zur SEM meldete sich Daniela Vogt vom „Bündnis Nordost“ zu Wort. Ihr Antrag: maximal 10 000 Menschen anzusiedeln – angedacht sind derzeit dreimal so viele. Außerdem sollen Natur, Frischluftschneisen, Landwirtschaft und Pferdesport erhalten bleiben. Zuvor müsse aber geregelt sein, dass der vierspurige Ausbau der Bahnstrecke in einen Tunnel gelegt werde.

Ihr Antrag kam bei den Menschen ebenso gut an, wie die Forderung, im SEM-Gebiet ausschließlich Betriebe zur Versorgung des örtlichen Bedarfs zuzulassen. Das Planungsreferat verwies in diesem Zusammenhang gegenüber Hallo darauf, dass vor Ort etwa 10 000 Arbeitsplätze entstehen würden, die „hauptsächlich der Versorgung des Viertels dienen“ sollen.

Öffentliche Toilette bei der Bieberburg gefordert

Um das konkrete Wohl der Mitbürger sorgte sich ein Anwohner des Prinz-Eugen-Parks. Er beantragte den Bau einer öffentlichen Toilette für die Spielanlagen im Südostteil des Areals. Die Kletteranlage „Biberburg“ sei ex­trem beliebt, auch für Menschen aus anderen Vierteln. Und die hätten derzeit oft keine andere Wahl als „wild zu bieseln“.

Für die Kletteranlage „Biberburg“ wünschen sich Anwohner öffentliche Toiletten.
Für die Kletteranlage „Biberburg“ wünschen sich Anwohner öffentliche Toiletten. © eQo eG

Polizei: Auto-Aufbrüchen vorbeugen

Wer im 13. Bezirk wohnt, kann sich entspannen. „Hier ist es nur halb so wahrscheinlich, Opfer eines Verbrechens zu werden, wie im Rest der Stadt.“ So formulierte es Stefan Möhl, stellvertretender Leiter der der Polizeiinspektion 22 bei seinem Jahresbericht. Die Anzahl der Straftaten sei 2021 im Vergleich zum Vorjahr nochmal um zwölf Prozent zurückgegangen. Im Bereich der Kfz-Kriminalität, wozu Möhl auch Ein- und Aufbruch zählte, habe es jedoch einen Anstieg von über 15 Prozent gegeben. „Also nichts offen sichtbar im Auto liegen lassen“, riet er. Ebenso hat sich die Zahl der Verkehrsverletzten leicht erhöht – 2021 waren es 37 Personen mehr als im Vorjahr.

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