Streit um Einbahnstraßen

Angst vor Verkehrsflut

In der Parkstadt Bogenhausen gibt es Streit um Einbahnstraßen...

BOGENHAUSEN Der künftig wohl wachsende Verkehr durch die Neubauten am Vogelweideplatz bereitet den Anwohnern der Parkstadt Kopfzerbrechen. Bei der Suche nach möglichen Lösungen für das Problem scheiden sich jedoch die Geister. Der Siedlungsverein von der einen Seite der Weltenburger Straße würde gerne Einbahnstraßenregelungen in der Parkstadt aufheben. Die Bürgerinitiative Parkstadt (BIP) von der anderen Seite sind jedoch dagegen. BA-Mitglied Elke George (im Foto li.) steht praktisch zwischen den Stühlen. Die SPD-Politikerin ist Mitglied im Siedlungsverein und unterstützt dessen Ziele. Ihre Fraktion hat sie dabei aber nicht im Rücken. „Das geht mit der SPD nicht“, sagt Fraktionssprecher Peter Scheifele (im Foto re.).

„Schon jetzt suchen viele Autofahrer Schleichwege durch das Wohngebiet“, sagt George. Der Neubau am Vogelweideplatz, wo Wohnungen und Büroräume entstehen, werde das Problem noch verstärken. In Nord-Süd-Richtung sei der Verkehr durch den Autobahntunnel gut geregelt. „In Ost-West-Richtung haben wir aber ein Problem.“ George will es dem Verkehr deshalb erleichtern, durch die Parkstadt zu fließen. Der Vorschlag des Siedlungsvereins: Die Gleimstraße, die derzeit als Einbahnstraße auf die Weltenburger Straße zuführt, könnte man auch in die andere Richtung öffnen. Dafür könne man die parallel laufende Havelstraße von der Weltenburger Straße aus zumachen. Aber: „Eine Öffnung der Gleimstraße ist mit der SPD nicht zu machen“, sagt Scheifele. Man habe die jetzige Regelung vor zehn Jahren beschlossen, um die Anwohner der Parkstadt vor Schleichverkehr zu schützen. Und so solle es bleiben.

Scheifele schlägt sich damit auf die Seite der BIP. Deren Vertreter Wolfgang

Thomma befürchtet eine Art Domino-Effekt, wenn die bestehenden Regelungen aufgehoben werden. „Verkehr verhält sich wie Wasser, er bahnt sich seinen Weg“, sagt er. Wer in einen bestehenden Deich Löcher bohre, der dürfe sich nicht wundern, wenn er überflutet wird. Je näher zur Autobahn eine Änderung vorgenommen werde, desto größer schätze er die Gefahr ein. „Die gegenwärtige Regelung hat nachweislich zu einer wesentlichen Erhöhung der Wertigkeit des Viertels geführt“, sagt Thomma. Was er sich vorstellen kann: die weit von der Autobahn entfernte Revaler Straße unter Aufhebung der „Anlieger frei“-Regelung in eine Einbahnstraße umzuwandeln, um dort den Verkehr zu halbieren. Ein runder Tisch mit allen Beteiligten soll nun eine Lösung bringen. „Es geht nicht um einen Kampf der Viertel, sondern um eine für alle tragbare Lösung“, sagt Thomma. ad

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