Prinz-Eugen-Park

BA und Nordostkulturverein planen Protestaktion für das Kulturbürgerhaus

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Bogenhausen: Im Viertel ist nun der Kampf gegen den Rotstift angesagt.

„Sparzwang tötet Kultur“, „Kunst braucht Raum“, „Lasst uns leben!“ –das steht auf den Transparenten, die der Nordostkulturverein für die Protestaktion am Freitag, 5. Mai, vorbereitet hat. Um 17 Uhr ist dort eine Kundgebung und eine Kunstaktion vor dem Cosimabad geplant, um gegen die Budget-Kürzungen zu protestieren, die der Stadtrat für den Bau des Kulturbürgerhauses am Prinz-Eugen-Park verhängt hat (Hallo berichtete).

„Die Bezirksausschussvorsitzende Angelika Pilz-Strasser und der Vorsitzende des Nordostkulturvereins, Roland Krack, werden sprechen“, erklärt Eva Schneider von der Künstlergruppe „BoART 13“, die zu diesem Anlass eine Aktion geplant hat. Begleitet von Trommlermusik werden sie und einige Mitstreiter in weißen Malerkittel mit einem Absperrband sich an einen Pflock ketten (Foto), um dann abwechselnd unter einer Plastikplane zu verschwinden. „Die symbolisiert den Sparmaßnahmen, die alles ersticken“, erklärt Schneider. Die 1,2 Millionen Euro, die von der 11,3 Millionen Euro Gesamt-Bausumme eingespart werden sollen, bedeuten eine Verzögerung des Baus bis 2021 und eine wesentliche Verringerung der Nutzungsmöglichkeiten. Ursprünglich war es so geplant, dass sich Nachbarschafts- und Familientreff, Alten- und Servicezentrum und die Kultur sich das Haus hätten teilen können.

Im Anschluss an die Performance ist ein Protestmarsch geplant – entlang der Cosimastraße. „Wir haben eine Sperrung beantragt“, so Schneider. Ziel der Demonstration ist das Baugelände am Prinz-Eugen-Park, an dessen Zaun große Spruchbänder befestigt werden sollen. M. Kowitz

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