Nachrichten aus der Bogenhauser Bürgerversammlung

Das bewegte die Bogenhauser in diesem Jahr

+
Der Ausbau zu einem Freibad fand auf der Bürgerversammlung große Zustimmung.

Bogenhausen – Was sich die Bogenhauser wünschen? Die Bürgerversammlung gab die Antwort: ein Freibad. Hallo erklärt, wie die aktuelle Lage aussieht und was die Bürger sonst noch bewegte

Plantschen – endlich auch im Freien?!

Das erst kürzlich drei Jahre lang aufwendig renovierte Cosimabad soll weiter ausgebaut und um ein Freibad erweitert werden. Das forderte ein Bogenhauser auf der jüngsten Bürgerversammlung. Und stieß damit auf Beifall. Der Antrag des Bürgers wurde mit großer Mehrheit angenommen. „Ich finde es auch eine sehr gute Idee, das Cosimabad auf ein Freibad zu erweitern“, erklärt Angelika Pilz-Strasser, Vorsitzende des Bezirks­ausschusses. „Gerade während der Renovierungsarbeiten haben wir gesehen, wie uns ein funktionierendes Schwimmbad gefehlt hat.“ Allerdings müsse die Machbarkeit eines derartigen Projekts erst noch einmal überprüft werden. „Denn es könnte durchaus sein, dass für ein weiteres Becken der Platz nicht reicht.“ Die Stadtwerke München (SWM) sehen tatsächlich die Einrichtung eines Freibades als nicht möglich an. Der Platz fehle. Allerdings würde im kommenden Jahr die Liegewiese im Cosimabad wieder in vollem Umfang zur Verfügung stehen, was dieses Jahr nicht der Fall war. „Zusammen mit dem Warmwasser-Außenbecken und dem Kinderplanschbecken wird 2019 wieder eine freibadähnliche Badesituation entstehen“, teilte ein Sprecher auf Hallo-Anfrage mit.

Stefan Osorio

Bürger sagen Nein zur SEM Nordost

Eine Bürgerin äußerte auf der Bürgerversammlung die Befürchtung, dass durch den Ausbau des sogenannten SEM Nordost eine „zweite Messestadt, ein zweites Neuperlach entsteht“. „Dort sollen Wohnhäuser mit mindestens sechs Stockwerken und 50 000 bis 80 000 neue Bewohner hinzukommen“. Außerdem würde die Frischluftschneise der Stadt mit dem Projekt zugebaut. Die Bogenhausener lehnten das Projekt SEM ab. Ein weiterer Viertelbewohner forderte, dass erst die verkehrliche Erschließung gestartet werden müsse, bevor man mit dem Bau von Wohnungen im Nordosten beginne. Als Beispiele nannte er die Verlängerung der U4 Richtung Riem, der vierspurige Ausbau des Föhringer Rings und die Taktverdichtung der Tram nach St. Emmeram.

Haupt-Sorgen: Verkehr und Parkplatz-Situation

Ein Hauptthema auf der Bürgerversammlung Bogenhausen war die Verkehrssituation im Viertel. Hier befürchten die Bogenhauser eine Verschlechterung. Vor allem der Ausbau mit Bürotürmen bis zu 115 Metern Höhe auf dem Siemens-Gelände macht ihnen Sorgen. Dort entstünden zwar Arbeitsplätze, „aber auch wenn nur die Hälfte dieser Arbeitnehmer mit dem Auto anreist, dann haben wir zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends 1000 Fahrzeuge mehr, die zum Siemens-Gelände hin- beziehungsweise von dort wieder wegfahren“, so ein Bürger. Deswegen sollen entsprechende Verkehrsstudien erstellt werden. Abgelehnt wurde hingegen von der Bürgerversammlung der Antrag eines Mannes die Anzahl der Parkplätze schrittweise um zwei Prozent pro Jahr zu reduzieren. Es könne ja nicht sein, dass man für Schwarzfahren mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 60 Euro Strafe zahlen müsse, während für Parken auf dem Gehweg nur 20 Euro Bußgeld anfallen würden. „Statt Parkplätze brauchen wir mehr Spielplätze“, so der Bürger. Der Meinung war auch ein anderer Viertelbewohner. Er forderte, dass am Böhmerwaldplatz Sportgeräte für Erwachsene und Kinder installiert werden. „Auf so einer öffentlich zugänglichen Fitnessfläche kann man dann auch Jung und Alt zusammenbringen“, so der Bogenhauser. Der Antrag wurde angenommen.

Stefan Osorio

Eine neue Skulptur fürs Viertel?

Zum Gedenken an den 80. Jahrestag der Reichspogromnacht hat der Bezirksausschuss Untergiesing-Harlaching die Aufstellung einer Skulptur in der städtischen Grünanlage oberhalb der Marienklause beschlossen. „Wir wollen mit der Skulptur die Erinnerung an die Auswirkungen der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts im Stadtviertel stärken“, so Clemens Baumgärtner, Vorsitzender des Bezirksausschusses. Die Skulptur des Untergiesinger Künstlers Hans-Martin Kieser wird am Freitag, 10. November um 13.30 Uhr auf der Grünfläche Ecke Hochleite/Isenschmidstrasse der Öffentlichkeit vorgestellt.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Die Handball WM 2019 in München
Die Handball WM 2019 in München
HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS
HOLIDAY ON ICE entdeckt ATLANTIS
Sie bringen Leben ins neue Quartier
Sie bringen Leben ins neue Quartier
Er ist Obergiesings neuer Gottesmann
Er ist Obergiesings neuer Gottesmann

Kommentare