Badeunfälle durch DLRG-Training vermeiden

Die DLRG München Oberföhring hat Grundschülern der Stuntzschule in Bogenhausen richtiges Verhalten am und im Wasser gelehrt. Wie wichtig ein solcher Unterricht ist, zeigen die auch die jüngsten tragischen Badeunfälle am Riemer See.

„Halt bleib stehen! Nicht ins Wasser springen!“, ruft Susi ihrem Freund Max zu, der soeben einen gewagten Kopfsprung in den Badeweiher machen will, „du weißt doch gar nicht, ob das Wasser tief genug ist!“. Und tatsächlich, als die beiden 10-Jährigen dann vorsichtig ins kühle Nass gehen, merken Sie, dass ihnen das Wasser gerade mal bis zur Hälfte geht. Ein Kopfsprung hätte für Max schwerwiegende Folgen gehabt. Wichtige Baderegeln Um solche und andere Unfälle zu vermeiden, hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ein Dutzend wichtige Baderegeln aufgestellt. Auf spielerische Art und Weise trainierten Erst- und Drittklässler der Grundschule an der Stuntzstraße Regeln, wie „nicht in unbekannte Gewässer zu springen“ oder „vor dem Badengehen abkühlen“. Die Kinder lernten auch, wie man – im Falle der Fälle – einen richtigen Notruf absetzt. Susi und Max waren nicht wirklich am Weiher – sie wurden von den DLRG Mitarbeitern Elizabeta Dluhosch, Theresa Stmpfhuber, Christian Eller und Nicole Raab pantomimisch gespielt – die vier befanden sich dabei im Musikzimmer der Grundschule und sorgten bei den Knirpsen für viel Aufmerksamkeit und große Neugier. Anschließend konnten die Kids ihr Wissen unter Beweis stellen und zeigen, dass sie viele Baderegeln schon kennen. Beim „1, 2 oder 3“-Quiz haben die Schüler begeistert um Punkte gewetteifert, um die Gruppe mit dem meisten Wissen unter sich auszumachen. Dass es gefährlich ist, mit einer Luftmatratze zu weit rauszuschwimmen, obwohl man doch so schön getragen wird, wussten nur wenige Kinder. Die vier Experten machten den Kindern deutlich, in welch großer Gefahr sie sich befinden, wenn der Schwimmhilfe plötzlich die Luft ausgeht. Dass es selbst geübten Schwimmern einige Probleme bereitet, den weiten Weg zurückzuschwimmen, war den Kindern schnell klar. „Oftmals wird auch die Entfernung zum Ufer unterschätzt“, sagt Elizabeta Dluhosch von der DLRG, „da kann es passieren, dass einen die Kräfte verlassen“. In solch einem Fall darf man nicht in Panik geraten und muss mit lauten Hilferufen auf sich aufmerksam machen. Richtiger Notruf Dass auch Kinder einen Notruf absetzen können, stellten die Schüler bei einem kleinen Rollenspiel unter Beweis. Es sollte in jedem Fall die 112 gewählt werden, da die Nummer der Feuerwehr von überall, ohne Vorwahl und auch kostenlos angerufen werden kann. „Wichtig ist, am Ende eines Gesprächs nicht einfach aufzulegen, sondern weitere Anweisungen der Rettungsleitstelle abzuwarten“, erläutert Nicole Raab. Broschüre Nach dem DLRG-Baderegel-Training bekam jeder Schüler eine Comic-Broschüre mit den wichtigsten Verhaltensregeln und einen Baderegelflyer, um es gar nicht erst zum Ernstfall kommen zu lassen. Für das Klassenzimmer gab es dann noch Plakate mit den Baderegeln. Hier gilt ein großer Dank der Versicherungskammer Bayern, die der DLRG die Broschüren, Flyer und Plakate kostenlos zur Verfügung stellen.

Auch interessant:

Meistgelesen

Inklusives Mittagsmahl - Projekt für Menschen mit und ohne Behinderung errichtet Imbiss in Giesing
Inklusives Mittagsmahl - Projekt für Menschen mit und ohne Behinderung errichtet Imbiss in Giesing

Kommentare