Uropas Erbe – ein Wohntraum

Ehepaar gestaltet 83 Jahre alten Familienbesitz – und gewinnt Architekturpreis

Forstenried Britta und Michael Guggenbichler machen Wohnträume wahr. Den schönsten hat sich das Architekten-Ehepaar jetzt selbst erfüllt: Ein Jahr lang haben sie geplant, getüftelt und gewerkelt, bis Uropas Erbe in neuem Glanz erstrahlte – lichtdurchflutet und weitläufig. Mit viel Liebe zum Detail hat die Familie aus dem kleinen Häuschen mehr herausgeholt, als sie sich anfangs träumen ließ und dafür sogar einen Preis eingeheimst: der absolute Wohnsinn. Zunächst fing Brittas Vater, Axel Haagner, an, das von seinem Großvater 1926 erbaute Juwel zu restaurieren. „Ursprünglich wollten wir es vermieten“, erzählt der Versorgungsingenieur. Doch dann entpuppte sich das Haus an der Forstenrieder Allee als perfektes Domizil für die jungen Guggenbichlers, zumal das erste Kind unterwegs war – ein Heim im grünen Idyll statt Verkehrslärm an der Landshuter Allee. Da alle Beteiligten vom Fach waren, plante, fachsimpelte und berechnete man gemeinsam. „Es war ein familieninterner Wettbewerb“, erinnert sich Christine Haagner, die Ehefrau von Axel Haagner. Das Ergebnis des Mehrgenerationenprojekts kann sich sehen lassen: Der Baustil der 20er Jahre mit Spitzsatteldach und weißen Bossensteinen blieb erhalten, der Bau wurde jedoch auf die Bedürfnisse der mittlerweile vierköpfigen Familie angepasst. „Wir haben durch gezielte Durchbrüche und den Ausbau des Daches 50 Wohnquadratmeter mehr herausgeholt“, freut sich Mutter Britta. „Wenn die vierjährige Dana älter ist, kann sie ihr eigenes Reich unter dem Dach beziehen. Heute tobt sie lieber mit ihrem eineinhalb Jahre alten Bruder Enno in der Spielinsel, im ersten Stock im Holzanbau. „Anfangs waren die Nachbarn skeptisch“, sagt Vater Michael. Die Skepsis ist jetzt verflogen: Das Haus fügt sich perfekt in die Nachbarschaft ein. Beim Architekturwettbewerb der Bayerischen Landesbausparkasse (LBS), an dem an die 80 Bauherren teilnahmen, wurde es sogar mit 2000 Euro prämiert. Etwa 165 000 Euro hat die Familie die Umgestaltung gekostet – für ihr Traumhaus kein Cent zu viel. Daniela Schmitt

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