Unbekannter beschmiert zahlreiche Felsen im Naturschutzgebiet mit Umwelt-Parolen.

Farbsünde am Flaucher

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„Die Deutschen verbrauchen fünf Milliarden Plastiktüten im Jahr, nur sieben Prozent davon werden recycled“ oder „40 Prozent aller Lebensmittel landen im Müll“ – solche und ähnliche Botschaften hat ein Unbekannter auf Felsen am Flaucher geschmiert.

Dreist verschandelt hat ein Unbekannter gleich dutzende Steine am Flaucher. Vorwiegend mit roter, aber auch mit gelber und schwarzer Farbe sind verschiedene „Botschaften“ auf die Felsen gepinselt worden. Das Absurde daran: Die meisten Inhalte der Schmierereien lassen sich dem Thema „Umweltschutz“ zuordnen – verschandeln nun aber ihrerseits ein Naturschutzgebiet. Hofften Naturschützer, Isartalverein und das zuständige Baureferat zunächst noch auf die reinigende Kraft des Regens, hat sich mittlerweile herausgestellt, dass es sich um eine wasserunlösliche Farbe handelt. Das Baureferat hat deshalb den Auftrag für eine fachgerechte Reinigung vergeben – aktuell ist diese bereits im Gange. Wie lange sich die Arbeiten genau hinziehen, konnte das Referat auf Nachfrage noch nicht beurteilen. Fest steht: Die Farbe soll mit Drahtbürsten entfernt werden, als Vorsichtsmaßnahme wird der Bereich um die Steine mit Folien abgedeckt, so dass kein Steinstaub ins Erdreich oder Wasser gelangen kann. „Der Einsatz von chemischen Lösungsmitteln ist in diesem sensiblen Bereich natürlich ausgeschlossen“, betont Vanessa Assmann vom Baureferat. Vom Verursacher fehlt übrigens bisher, wie es scheint, jede Spur. Da bis zum Redaktionsschluss noch keine Anzeige bei der Polizei eingegangen war, gebe es auch noch keinerlei Ermittlungserfolge, so die Beamten auf Hallo-Nachfrage. Seitens des Baureferats versicherte man aber bereits, dass auf jeden Fall noch Anzeige erstattet werde.
lit

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