Der TV-Show-Profi aus Solln

Auch am Quiz-Pult hatte D! (re.) das Nachsehen gegen Olli (li.). Der Sollner hatte sich mit Trivial Pursuit-Karten auf den Wettbewerb vorbereitet. Foto: Pro7

Oliver Rohm hat bei Familienduell und Ruck Zuck verloren – bei Schlag den Star wurde er jetzt Sieger

Solln Er hätte ihn geschlagen. Da ist sich Oliver Rohm sicher. Doch statt gegen Stefan Raab bei der Fernsehshow „Schlag den Raab“ antreten zu dürfen und eine Million abzusahnen, hat es der 31-Jährige „nur“ zu „Schlag den Star“ geschafft. Dort besiegte er Popstar-Juror Detlef D! Soost. Gewinn: 50 000 Euro. „Ich fühle mich wie ein Silbermedaillengewinner“, sagt der Sollner. Dennoch: Der 31-Jährige weiß, dass Jammern nicht angebracht ist. „50 000 Euro sind auch viel Geld“, sagt er. Was er damit macht, weiß er noch nicht genau. Wahrscheinlich steckt er es in ein berufliches Projekt. Der Hobby-Kicker ist Anfang des Jahres mit seinem Sportstudium fertig geworden. Seitdem hilft er im Unterfnehmen seines Schwagers mit: „Wir bauen Baumhäuser“, sagt der Münchner. Die „Baumhaus-Geschichte“ sei es auch gewesen, die die Verantwortlichen von Pro7 so witzig fanden, dass Oliver Rohm zum Casting eingeladen wurde – für „Schlag den Raab“. Schon seit der ersten Sendung war dem 31-Jährigen klar: „Da muss ich hin.“ Viele der Spiele hatte er in Köln, seinem Studien-Ort, immer schon mit Freunden geübt. So überstand er das Casting, das aus einem Wissenstest und einem Sporttest bestand, mühelos. Anschließend wurden 15 Spiele der Show von 18 verbliebenen Teilnehmern durchgespielt – Oliver Rohm gewann zwölf. Anschließend musste der 31-Jährige noch eimal vorsprechen. Der erlösende Anruf kam vor ein paar Monaten: „Ich sollte mir den November-Termin für ,Schlag den Raab‘ freihalten“, erzählt der gelernte Mediengestalter. Drei Monate lang hat er trainiert, hat ständig Zeitung gelesen, sich hunderte Bilder von Prominenten an die Wände seiner Wohnung gehangen, viel Sport getrieben. „Doch dann hieß es plötzlich, ich darf nur zu ,Schlag den Star‘, der neuen Show von Stefan Raab, in der man gegen einen Prominenten spielt. Aber eben nicht gegen Stefan.“ Die Enttäuschung war so groß, dass der Sollner vorübergehend seine Vorbereitung eingestellt hatte – Sport konnte er sowieso keinen mehr machen, da er am Knie operiert worden war. Erst im Flieger nach Köln schnappte sich Oliver Rohm wieder seine Trivial Pursuit-Karten. Es sollte sich auszahlen: „Zwei Fragen kamen sogar in der Sendung dran.“ Doch auch im sportlichen Bereich schlug sich Oliver Rohm hervorragend – Detlef D! Soost war chancenlos, aber auch ein fairer Verlierer, wie sein Herausforderer betont: „Er war nett und witzig. Wie im übrigen das ganze Team inklusive Stefan Raab.“ So war der Sollner auch „null nervös“. Wohl auch, weil er schon einiges an Fernseherfahrung hat: Vor zehn Jahren war er mit seinen Eltern und Geschwistern beim Familienduell mit Werner Schulze-Erdel, vor sechs Jahren nahm er mit Kumpels bei Ruck-Zuck teil. Beide Male ging Oliver Rohm leer aus – im dritten Anlauf hat es jetzt dafür umso besser geklappt. Richtig glücklich ist der 31-Jährige trotzdem nicht, denn sein großer Traum wird nie in Erfüllung gehen: „Schlag den Raab gewinnen.“ Denn ein zweites Mal, das weiß der Sollner, wird er nicht ins Studio eingeladen werden. Tanja Bitterer

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