Toter Schwan auf den Gleisen

Verirrtes Tier ist überfahren worden – handelt es sich um Männchen vom Hinterbrühler See?

Sendling Es war ein grausiger Anblick für die Bewohner des Hauses an der Karwendelstraße 24 – wer von ihnen aus dem Fenster zu den Gleisen schaute, entdeckte dort ein weißes Bündel aus Federn und Blut: Ein Schwan ist wohl von einem Zug oder von der S-Bahn überfahren worden. Anwohnerin Simone Scheidel vermutet: „Es könnte der gesuchte Schwan vom Hinterbrühler See sein!“ Wie berichtet, ist seit ein paar Wochen ein männlicher Schwan verschwunden – nachdem sein verletztes Weibchen gefangen und schließlich eingeschläfert werden musste, trauerte er tagelang. Noch dazu eroberte ein jüngeres Schwanenpärchen sein Revier in Thalkirchen – das prächtige Tier verschwand spurlos. Simone Scheidel erzählt, dass der Schwan just zu der Zeit auf den Gleisen umhertorkelte, als sein Weibchen in der Tierklinik Oberschleißheim behandelt wurde. Die 47-Jährige ist der Meinung, dass er auf dem Weg zu den Wasserflächen im Westpark war: „Täglich fliegen hier Unmengen an Vögeln vorbei. Wir sind wohl die Einflugschneise zum Westpark“, sagt sie. Der Schwanen-Mann hatte sich offenbar verirrt – und wurde auf den Gleisen überfahren. Simone Scheidel verständigte die Deutsche Bahn, damit das Tier entfernt wird. „Doch die interessierte das gar nicht.“ Erst auf Nachfrage von Hallo München wurde das Unternehmen jetzt tätig – der mittlerweile zum Teil verweste Schwan wurde geborgen. Ob es sich bei ihm tatsächlich um das Hinterbrühler Männchen handelt, kann allerdings nicht festgestellt werden. Tanja Bitterer

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