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Tier-Drama am Hinterbrühler See

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Hundeangriff auf Schwanen-Pärchen? Weibchen eingeschläfert – Männchen vermisst

Thalkirchen Sie waren das Traumpaar vom Hinterbrühler See: Jahrelang drehte das stolze Schwanenpaar dort seine seine Runden. Doch jetzt ist das Glück zerstört: Das Schwanen-Weibchen musste schwer verletzt eingeschläfert werden, das Männchen ist seither spurlos verschwunden – in Thalkirchen hat sich ein Tier-Drama abgespielt. Es war zwischen den Jahren, als die Münchner Feuerwehr das völlig abgemagerte Weibchen im Isarkanal aufgriff und in die Tierklinik in Oberschleißheim brachte. Eine Anwohnerin hatte die Einsatzkräfte alarmiert. „Das Tier konnte kaum mehr stehen“, so die Frau. Das Männchen habe daraufhin tagelang auf seine Gefährtin gewartet – vergeblich. Von dem stolzen Schwan fehlt jetzt auch jede Spur. Was ist genau passiert? Werner S., der oft am See spazieren geht, glaubt, dass ein jüngeres Schwanenpaar die beiden Alttiere abgedrängt hat. „Die jungen Tiere waren sehr aggressiv und haben das alte Paar immer weiter weggescheucht, bis zur Floßlände. Aber die war ja schon zugefroren“, berichtet der Münchner. Dass Revierkämpfe stattgefunden haben, bestätigt auch die Anwohnerin. „Die jungen Tiere haben jetzt die Herrschaft am See übernommen“, sagt die Frau. Ihre Verletzungen habe sich die ohnehin angeschlagene Schwanen-Dame aber nicht beim Kampf mit Artgenossen zugezogen: „Hunde haben sie immer wieder gejagt. Sie hat das ständige Scheuchen nicht überstanden“, glaubt die Vogel-Freundin. Nicht angeleinte Hunde seien eine Gefahr für die Wasservögel am Hinterbrühler See – viele Hundebesitzer ließen ihre Vierbeiner ohne Rücksicht auf die Wasservögel laufen, entrüstet sich die Seniorin. „Wir brauchen Verbotsschilder für Hunde!“, fordert sie. Einen Hundeangriff auf das Weibchen können die Mitarbeiter in der Vogelklinik nicht bestätigen. Traurige Gewiss- heit ist allerdings: „Das Tier wies ein hochgradig gestörtes Allgemeinbefinden auf. Es war stark abgemagert, hatte eine eingefallene Brustmuskulatur und konnte nicht mehr stehen. Wir mussten es einschläfern“, so ein Sprecher auf HALLO-Anfrage. „Hätte die geringste Chance bestanden, den Schwan zu retten, hätten wir sie ergriffen“, betont er. Werner S. bangt jetzt um das Wohl des Männchens. Die Angst, es könnte den Verlust seiner Frau nicht verkraften, quält ihn: „Ohne seine Partnerin überlebt er nicht.“ Wenn er in diesen Tagen die Isar entlangradelt, hält er stets Ausschau nach seinem gefiederten Freund. „An der Marienklausebrücke habe ich einige Schwanenpärchen gesehen. Vielleicht haben die ihn aufgenommen“, hofft er. das

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