Vier gewinnt!

Glücksfall für Hellabrunn: Zweimal Zwillinge bei den Nilgauantilopen

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Die drei kleinen Jungbullen halten Pfleger und Familie ordentlich auf Trab.

Der Name dieser Tierart ist vielen unbekannt, wenn man nun aber die Anlage begutachtet, erwärmen einem die kleinen Nilgauantilopen Tanja Tango, Tusker und Toke das Herz.

Thalkirchen – Die Nilgauantilopen im Tierpark Hellabrunn haben vor kurzem zahlreichen Nachwuchs bekommen. Die kleine Tanja bereichert mit den drei Jungbullen Tango, Tusker und Token die Anlage. 

Erst vor wenigen Tagen geboren, mischen sich die vier Jungtiere bereits ganz selbstverständlich unter ihre Artgenossen. 

Doch die Kleinen wachsen schnell: „ Man sollte sich beeilen, die vier kleinen Neuankömmlinge in Augenschein zu nehmen, denn diese Hornträgerart wächst sehr schnell heran“, erklärt Tierpark-Direktor Rasem Baban. „Das Geburtsgewicht von ca. 7 kg verdoppelt sich bereits innerhalb weniger Wochen und ehe man sich versieht, sind sie kaum noch von ihren Eltern zu unterscheiden.“

Die kleine Tanja hält sich etwas abseits von ihren Brüdern.

Diese größte asiatische Antilopenart wird bereits seit vielen Jahrzehnten in Hellabrunn gehalten – vergesellschaftet mit passenden Spezies des indischen Subkontinents wie beispielsweise den Saruskranichen, Axishirschen oder Hirschziegenantilopen. 

Die Tiere zeichnen sich durch ihre klar strukturierten Rangordnungen aus, die in ihrem natürlichen Lebensraum in Indien insbesondere unter den ausgewachsenen männlichen Tieren während der Brunftzeit regelmäßig zu ritualisierten Rangkämpfen führt. Die Kühe hingegen sind in den ansonsten eingeschlechtlich lebenden Gruppen eher friedlicherer Natur – aber auch sie kämpfen um ihren Platz in der jeweiligen Gruppe.

Die Geschlechter lassen sich leicht unterscheiden: Die Männchen sind etwas größer und haben im Gegensatz zu den Weibchen Hörner. Zudem ist ihr Fell blaugrau, das der Weibchen hingegen ist hellbraun, versehen mit weißen Flecken am Kopf, Hals und unteren Bauch. Beiden gemeinsam sind die schwarz-weißen Ringe an ihren Knöcheln, die den Eindruck erwecken, die Tiere trügen Socken.

Der Name „Nilgau“ kommt aus dem Hindi und bedeutet „blaues Rind“. Nachdem Kühe den Hindus heilig sind, wird die Art in Indien selten zur Fleischgewinnung gejagt, war aber früher ein beliebtes Objekt der Sportjagd des indischen Adels, der die Tiere auch oft in Parks hielt. 

Quellen: Tierpark Hellabrunn/reb

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