Digital in die Natur

Zugang per App: Studentin will Münchnern den Forstenrieder Park wieder näherbringen

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Esther Jakob entwickelte das Projekt „Waldsichtwechsel“.

Raus aus dem Zimmer und rein in die Natur: Dank dem von Esther Jakob entwickelten Konzept muss man hierbei auch nicht mehr auf das Smartphone verzichten. Ganz im Gegenteil...

Forstenried – Hunderte Jahre alte Bäume, naturgeschützte Kräuter und Wildschweinfamilien: Für Esther Jakob ist der Forstenrieder Park etwas ganz Besonderes. Deshalb widmete die Studentin ihre Abschlussarbeit an der Hochschule dem Grünzug am Münchner Stadtrand. Dafür entwickelte sie ein Konzept, das Spaziergänger und Ausflügler den Wald intensiver erleben lässt.

„Ich möchte den Menschen und die Natur wieder näher zusammenbringen“, erläutert die 26-Jährige. Dafür arbeitet Jakob seit vier Monaten an ihrem Projekt „Waldsichtwechsel“, das zusammen mit den Abschlussarbeiten ihrer Kommilitonen am Wochenende ausgestellt sein wird.

Zum Beispiel mithilfe eines gebastelten Spiegels können Spinnennetze begutachtet werden.

Nach Gesprächen mit Förstern und dem Wälzen von Fachbüchern tüftelte Jakob an einem Konzept, das sich aus zwei Teilen zusammensetzt: Mithilfe von einfachen Anleitungen kann man sich zum Beispiel einen Spiegel basteln, mit dem Spinnennetze oder kleine Höhlen in den Bäumen intensiv begutachtet werden können.

Eine App ergänzt die Hilfsmittel: Dort sind Orte mit Bildmaterial und vielen Informationen abgespeichert. „Die App warnt mich zum Beispiel davor, eine Arnika auszureißen und teilt mir mit, dass sie vom Aussterben bedroht ist. Viele Menschen sind uninformiert.“ 

Nähert sich der Nutzer einer Wildruhezone, wird er auch darüber informiert. Mithilfe des Programms können sogar Tierspuren aufgezeichnet werden. „Ich habe bewusst Analoges und Digitales kombiniert. Das Smartphone kann uns von der Natur entfernen. Meine App soll sie uns wieder näherbringen.“ 

Nach Abschluss ihres Studiums möchte Jakob das Programm auch gerne der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Sophia Oberhuber

Die Abschlussarbeiten sind im „Roten Würfel“, Lothstraße 64, zu sehen. Die Ausstellung ist von Freitag, 19., bis Sonntag, 21. Juli, täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Eine große Auswahl weiterer Lokalthemen finden Sie in unserer Übersicht.

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