Es bleibt grün

Kita-Kompromiss: Jetzt ist die Wiese gerettet

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Die Elterninitiative „Rettet die Wiese“ von Marc Pütz, Angela Burkhardt-Keller und Tanja Felderer (von links) kämpfte seit Mai 2018 für den Erhalt der Münsinger Wiese.

Obersendling – Die Elterninitiative „Rettet die Wiese“ hat es geschafft: Die Wiese an der Münsinger Straße wird als Grünfläche erhalten

Im Mai letzten Jahres wurde klar, dass die Wiese an der Münsinger Straße in Gefahr ist: Ein dritter Kindergarten sollte dort errichtet werden. Eltern aus dem Viertel mobilisierten sich. Sie haben Unterschriften gesammelt, einen Brief an Oberbürgermeister (OB) Dieter Reiter geschrieben, sich an den Bezirksausschuss (BA) gewandt – jetzt steht fest: Die Wiese ist gerettet.

Im Juli konnte die Elterninitiative „Rettet die Wiese“ bereits einen ersten Erfolg verbuchen: Die Entscheidung des Stadtrats zur Bebauung wurde vertagt. OB Reiter forderte das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Die Studie wurde jetzt in einem Gespräch der Stadtrats-SPD mit der Initiative besprochen: „Wir hätten uns nichts besseres vorstellen können und haben das erreicht, was wir erreichen wollten“, sagt Tanja Felderer von der Elterninitiative.

Ursprünglich sollte der neue Kindergarten auf der Grünfläche errichtet werden. Außerdem war das Gebäude in Pavillonform geplant. Das ist jetzt laut Ulrich Lobinger vom RBS Geschichte: Das geplante Haus für Kinder an der Münsinger Straße mit drei Krippen- und vier Kindergartengruppen soll an der westlichen Seite des Grundstücks als zweistöckiger Festbau errichtet werden. Der Kindergarten an der Münsinger Straße 17 im Süden der Wiese wird erst zum Ende der Bauphase abgerissen und die freiwerdende Fläche als Außenbereich für das Haus für Kinder genutzt. „So bleibt der größtmögliche Teil der öffentlichen Grünfläche für die Bürger erhalten“, erklärt Lobinger.

Diese Variante entspricht dem Antrag der SPD-Fraktion im BA im Sommer letzten Jahres. Der Lösung stimmte damals auch bereits die Elterninitiative zu. „Der Kompromiss ist eine tolle Lösung“, kommentiert Felderer. „Wenn wir nichts gemacht hätten, würden die Kräne schon dastehen und die Wiese wäre zubetoniert worden.“

Auch Julia Schönfeld-Knor (SPD) ist mit dem Resultat zufrieden: „Es ist etwas Gutes passiert und für alle Seiten das Maximale herausgeholt worden.“ Ende März wird der Stadtrat über die Pläne für die Wiese abstimmen. Schönfeld-Knor ist von der Zustimmung des Gremiums überzeugt. Mit der Lösung seien schließlich alle Parteien vor Ort zufrieden. 

Sophia Oberhuber

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