Wiesn 2017

Streit zwischen den beiden Stadt-Chefs um Bierpreisbremse auf der Wiesn eskaliert

Wiesn-Bierpreis
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Wiesn-Bierpreis

Ein Prosit der Zerrissenheit. Im Rathaus gibt es um das Thema "Bierpreisbremse" mittlerweile ordentlich Zoff.

Nächste Stufe – Wirtshaus-Schlägerei: Im Streit um die von Bürgermeister Josef Schmid (CSU) ins Spiel gebrachte Bierpreisbremse für die Wiesn (Hallo berichtete mehrfach) watschen sich Schmid und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mittlerweile gegenseitig ab. Ausgerechnet per öffentlicher Pressemitteilung erteilte der OB seinem Stellvertreter eine Rüge, in der er unter anderem klarstellt, dass „die Art und Weise der derzeit ausschließlich über die Medien geführten Auseinandersetzung unwürdig ist“ und „dem Ansehen der Stadt“ schade. Er forderte Schmid dazu auf, alle Beteiligten „unverzüglich“ zu sachlichen Gesprächen an den Tisch zu holen.

Schmids – ebenfalls öffentliche – Antwort ließ nicht lange auf sich warten: „Ich brauche weder Nachhilfe in Dialogfähigkeit noch sonstige Hinweise, mit wem ich wann zu sprechen habe.“ Er habe Vorschläge in der Sache gemacht, die von den Wiesn-Wirten unsachlich angegriffen worden seien. Die SPD forderte er auf, inhaltlich Stellung zu seiner Wiesn-Reform zu beziehen. „Umsatzpacht – ja oder nein? Bierpreisdeckel – ja oder nein? Zusätzlicher Montag – ja oder nein?“

Stellung bezogen hat indes der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband. Durch die angekündigte Deckelung des Verkaufspreises würden betriebswirtschaftliche Grundsätze außer Kraft gesetzt. Sollte eine Deckelung kommen, müsse die auch für den Bier-Einkaufspreis gelten. Man fordere eine schnelle Lösung, „da die Diskussion mittlerweile auf ganz Bayern ausstrahlt“. lit

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