Beschädigungen und Graffiti

Sorge um Klein-China: BA-Chef prangert Zustände im Westpark an

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Ein asiatisches Idyll im Westpark: Der chinesische Garten ist bei den Besuchern sehr beliebt – damit das so bleibt, fordert der Bezirksausschuss von der Stadt Renovierungsarbeiten.
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Verfällt der chinesische Garten im Westpark? Der Bezirks­ausschuss-Vorsitzende Günter Keller schlägt Alarm: Tonteile seien kaputt, Holzschnitzereien verwittert und am Eingang prangen Graffiti. Was der BA-Chef fordert, wie die Stadt die Sache sieht, erfahren Sie hier.

„Garten von Duft und Pracht“: Unter diesem Motto steht der chinesische Garten im Westpark. Doch: Ist die Anlage wirklich noch so prachtvoll wie noch vor einigen Jahren?

Im Bezirksausschuss zweifelt man daran. „Es müsste einiges gemacht werden, sonst verfällt sie immer weiter“, sagt BA-Chef Günter Keller (SPD). Ihm sind viele Beschädigungen aufgefallen: „Kaputte Tonteile müssten ersetzt werden und auch die Wände bräuchten eine Sanierung“, erklärt er. Gleiches gelte außerdem für die aufwendig gestalteten Holzschnitzereien, die immer wieder in die Anlage eingebaut sind. „Sie sind der Witterung besonders ausgesetzt“, sagt Keller.

Der Garten ist nach der traditionellen chinesischen Gartenkunst als Rundweg konzipiert. Er soll sowohl den Verlauf der vier Jahreszeiten als auch des Lebens symbolisieren. Die Besucher wandeln unter anderem vorbei an Pavillons, einer Felswand und einem kleinen See. Der Garten ist umgeben von einer Mauer mit Tonziegeln. Alles wurde in China entworfen und angefertigt und schließlich unter der Aufsicht von chinesischen Künstlern zur Gartenbauausstellung 1983 in München aufgebaut.

„Die Bauweise war nicht auf dauerhaften Erhalt ausgelegt, was nach mehr als 30 Jahren immer wieder intensive Maßnahmen im Unterhalt nötig macht“, erklärt Vanessa Assmann, Pressesprecherin des Baureferats, zum Zustand der Anlage. Sie betont aber, dass die Stadt im gesamten asiatischen Bereich des Westparks regelmäßig Schäden behebt und Sanierungen durchführt. „2016 wurde im China-Garten der Eingangsbereich komplett erneuert und die Pflanzflächen im Garten werden jedes Jahr gepflegt“, sagt sie. Auch Graffiti würde die Stadt regelmäßig entfernen oder überstreichen. Eine Schmiererei gibt es jedoch schon wieder: Sprayer haben die Informationstafel am Eingang zum chinesischen Garten besprüht. Derzeit ist der chinesische Garten noch geschlossen, zum Frühjahr wird er wieder geöffnet.

Damit die Bürger auch in einigen Jahren noch Klein-China im Westpark genießen können, hofft Keller auf noch stärkere Bemühungen zum Erhalt der Anlage: „Wir wünschen uns, dass extra Mittel bereitgestellt werden“, sagt er. „Es muss rechtzeitig etwas getan werden, damit die Schäden nicht zu groß und die Renovierungen schwieriger werden.“
C. Schuri

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