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Verkehrschaos

Solln: Laut Anwohnern bis zu 7000 Autos pro Tag – BA will Studie abwarten

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Laut Zählungen von Thomas Gilg fahren in der Bleibtreu-straße in zwölf Stunden etwa 100 Autos über den Gehsteig. Insgesamt passieren die Ortsstraße täglich zwischen 6000 und 7000 Autos.

Die Anwohner der Bleibtreustraße setzen sich gegen den Durchgangsverkehr zur Wehr und haben jetzt die gefährliche Verkehrssituation vor ihrer Haustür dokumentiert. Was sie fordern, lesen Sie hier.

Solln – Täglich zwängen sich tausende Autos und riesige Schwertransporter durch die schmale Bleibtreustraße im Sollner Ortskern. Anwohner haben sich mehrfach an den Bezirksausschuss Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln gewandt, eine Umgehungsstraße gefordert, Poller auf dem Gehweg erbeten – bisher ohne Erfolg. Thomas Gilg ist frustriert. Viele seiner Mitstreiter würden die Sitzungen des BA nicht mehr besuchen. Doch nach einer gescheiterten Nachbarschaftsaktion zur Selbsthilfe, forderte er das Gremium nun erneut zur Handlung auf.

Die Bewohner der Bleibtreustraße sehen in der Verlängerung der Drygalski-Allee nach Pullach die einzige Möglichkeit, den Verkehr aus dem Münchner Süden zu leiten – und somit die Straße vor ihren Haustüren wieder sicherer zu gestalten. 

Thomas Gilg  ist frustriert.

„Vor allem die 33 Wohneinheiten in der Bleibtreustraße 19 sind gefährdet“, erläutert der Rechtsmediziner Gilg. Bevor Bewohner das Grundstück verlassen könnten, müssten sie sich erst einmal versichern, dass kein Auto auf dem Gehsteig herbeigefahren komme. „Wir warten seit zwei Jahren darauf, dass die Gefährdungslage Ernst genommen wird.“

Vor Kurzem stellten die Betroffenen deshalb zum eigenen Schutz Gummihüte auf dem Gehsteig auf, die kurze Zeit später von der Polizei entfernt wurden. „Es ist kein Wunder, wenn man zur Selbsthilfe greift“, klagt Gilg.

Vom BA ist der Sollner enttäuscht: Das Gremium würde die Nöte der Bürger einfach abblocken. Der Vorstand des BA verwies in einer schriftlichen Stellungnahme auf die Sitzung vom 2. April: Dort sei mehrheitlich beschlossen worden, dass eine Machbarkeitsstudie zur Vermeidung des Schleichverkehrs schnellstmöglich beauftragt werden solle. 

„Die Mehrheit des Bezirksausschusses erhofft sich dadurch eine unabhängige und wissenschaftliche Analyse der Verkehrsproblematik.“ Als mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation könnten Geschwindigkeitsbeschränkungen auf zehn Kilometer pro Stunde, das Abhängen von Straßen und Einbahnregelungen angedacht werden. Der Vorstand schlägt vor, dass sich das Vollgremium erst nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie wieder mit der Problematik befassen solle.

Gilg ist nicht zufrieden: „Bis die Machbarkeitsstudie vorliegt und Maßnahmen ergriffen werden, vergehen Monate.“ Der 69-Jährige fordert das sofortige Aufstellen von Pollern. Er strebt eine Klage wegen unzulässigen Verkehrs an.

Sophia Oberhuber

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