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Hinterbrühl: Ein neues Flussbett für die Isar

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Neuer Kies für die Isar: Auf Höhe Hinterbrühl sind 15 000 Tonnen des feinen Gesteins abgelagert worden. Es stammt von den Renaturierungsarbeiten weiter flussaufwärts. Foto: Thiem

Wegen der Renaturierung: 15 000 Tonnen Kies umgelagert Thalkirchen

Endspurt für den Isar-Plan: Wie berichtet, wird gerade die Isar im Bereich nördlich der neuen Weideninsel bis zum Deutschen Museum renaturiert – unter anderem verbreitern die Arbeiter zur Verbesserung des Hochwasserschutzes das Flussbett. Dabei hat sich eine Menge Kies angehäuft: 15 000 Tonnen des wertvollen Materials sind nun flussabwärts wieder „angesiedelt“ worden, und zwar am Isar-Ufer auf Höhe des Hinterbrühler Sees. „Mobile Geschiebezugabe“ wird diese Maßnahme genannt. Was steckt dahinter? Bei dem Kies handelt es sich um wertvolles Material. Biologisch und ökologisch wertvoll ist es deshalb, weil sich in dem lockeren Kies über Jahre Hohlräume gebildet haben, die Lebensraum für Kleinlebewesen bieten. „Bei Hochwasser wird sich die Isar den Kies wieder zurückholen und an anderer Stelle im Flussbett ablagern“, erklärt Baureferatssprecher Jürgen Marek. Sichtbar ist die enorme Kiesmasse in Hinterbrühl deshalb, „weil wir gerade Niedrigwasserstand haben“. Die Projektpartner, das Wasserwirtschaftsamt München und das Baureferat der Landeshauptstadt, realisieren derzeit den letzten Bauabschnitt des Isar-Plans. Start der naturnahen Umgestaltung auf rund acht Kilometern war bereits im Jahr 2000 – los gingen die umfangreichen Arbeiten damals in Harlaching und Obersendling. Projektkosten der Mega-Maßnahme: rund 28 Millionen Euro. Tanja Bitterer

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