Freiwillige Feuerwehr Forstenried (FFMFO)

Forstenrieder Allee: Abrissparty als Feuerwehr-Übung

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Forstenried: Bevor die Bagger anrollen, wird ein Wohnhaus für einen guten Zweck verwüstet.

Im Frühjahr geht es los, dann wird in der Forstenrieder Allee gebaut. Doch davor gab es eine Abrissparty der besonderen Art...

Feueralarm am Samstagmorgen: Rauch dringt aus den Fenstern der Häuser, Sirenen heulen, die Freiwillige Feuerwehr Forstenried (FFMFO) stoppt ihre Einsatzfahrzeuge vor dem Anwesen Forstenrieder Allee 108. Die Ersthelfer springen aus den Wagen, sprinten in voller Ausrüstung mit Atemschutz die dunkle Treppe hoch, in den dritten Stock. Jetzt biegt auch noch der Notarzt auf das Grundstück, hält quietschend. Sie retten Menschen aus dem rauchenden Gang, löschen mit Schaum. 

Dominic Dautermann leitet den Einsatz an der Forstenrieder Alle.

Zum Glück ist dieser Einsatz nur simuliert. Aber er läuft genau so ab, wie er in Wirklichkeit sein könnte. Dominic Dautermann, Stellvertretender Abteilungsführer der FFMFO, freut sich, dass sie als Feuerwehreinheit vom Eigentümer, der ORT AG, die Gelegenheit bekommen haben, den Einsatz-Ernstfall an diesem echten Abrisshaus im Münchner Süden zu proben: „Es gibt für uns selten die Chance, in einem leerstehenden Mehrparteienhaus fingierte Großeinsätze wie diesen durchzuführen“, erklärt er. „Das Objekt hier ist ideal, unsere Kräfte in einer simulierten Realsituation zu schulen und alle Gerätschaften auszuprobieren – vor allem keine Rücksicht nehmen zu müssen, weil das Haus sowieso abgerissen wird.“

Seine 28 Kollegen, die ihm bei dieser Übung in der Forstenrieder Allee 108-110 tatkräftig unterstützen, nutzen die Chance, die Unberechenbarkeit des Brandfalls in der Praxis zu testen und in der anschließenden Nachbesprechung alle Fragen zu klären, Mängel zu verbessern. Denn im Einsatz ist dazu meist keine Zeit. Da zählt jede Sekunde, da muss jeder Handgriff sitzen, da geht es um Menschenleben.

Dass die 24 Wohneinheiten des Ensembles aus den 60er Jahren nun mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr ein Opfer von Wasser und Schmutz geworden sind und das Gebäude nur noch dem Erdboden gleich gemacht werden kann, ist nicht schlimm, sondern Absicht. Schließlich stand die Wohneinheit seit einiger Zeit leer. Nach diesem Einsatz ist das Ensemble endgültig bereit für den Abriss.

So geht es hier weiter

Doch das Grundstück wird nicht lange leer bleiben: Der Bauträger plant hier einen Neubau, eine Wohnanlage mit einem unterkellerten Mehrfamilienhaus, 14 Wohneinheiten und einen Dreispänner mit gemeinsamer Tiefgarage. Schon im Frühjahr nächsten Jahres kommen die Bagger.

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