Sie verzaubert auf Bairisch

Deutschlands beste Magierin aus Solln qualifiziert sich für Zauberkunst-WM in Korea

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Kornelia Weiland ist Deutschlands beste Magierin – 2018 fährt sie zur WM der Zauberkunst nach Korea.

Solln: Hütchenspiel mit Maßkrügen oder die Berechnung des „Fußballer-Ablösesummen-Quotienten“ – in ihrer Rolle als Fanny C. Bimslechner verbindet die Magierin Kornelia Weiland Zauberei, Fußball und Comedy.

Hütchenspiel mit Maßkrügen oder die Berechnung des „Fußballer-Ablösesummen-Quotienten“ – in ihrer Rolle als Fanny C. Bimslechner verbindet die Magierin Kornelia Weiland Zauberei, Fußball und Comedy. Bei der Deutschen Meisterschaft der Zauberkunst (Magica) hat sich die Sollnerin nun auf den dritten Platz gezaubert und sich für die Weltmeisterschaft der Zauberkunst, die 2018 in Korea stattfindet qualifiziert. Wie, das verrät Deutschlands beste Magierin im Interview.

Frau Weiland, seit wann zaubern Sie denn schon?

Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert – vor 15 Jahren habe ich dann zur Magierin umgeschult. Dafür war ich an einer richtigen Zauberschule: An der Deutschen Zauberakademie in Pullach habe ich während einer zweijährigen Ausbildung alle Tricks und Kniffe der Zauberkunst gelernt.

Was begeistert Sie am Leben als Magierin?

Als Magierin schlüpfe ich immer wieder gerne in verschiedene Rollen – für Kinder bin ich beispielsweise die Schusselhexe Trixi (lacht). Erwachsenen zeige ich meine bayerische Zaubercomedy und schlüpfe in die Roller einer der beiden Bimslechner Schwestern – Gertrude oder Fanny C. Letztere ist am Gründungstag des FC Bayern geboren und auch die Initialen „FCB“ sind kein Zufall: Bei Fanny dreht sich alles rund um den Münchner Traditionsverein.

Welche Nummer haben Sie bei der Magica gezeigt?

Ich habe mit zwei Klassikern der Zauberei gearbeitet: dem Hütchenspiel und dem magischen Quadrat – allerdings neu interpretiert. So wird beim Hütchenspiel mit Maßkrügen plötzlich das Bier weggezaubert und mit dem magischen Quadrat berechne ich den sogenannten „Fußballer-Ablösesummen-Quotienten“ – natürlich immer mit einer Prise Humor.

Was ist das Besondere an Ihrem Programm?

Mit der bayerischen Zaubercomedy habe ich für mich ein Alleinstellungsmerkmal gefunden: Ich verbinde Dirndl, Dialekt und Zauberei mit Comedy und Fußball – das ist in dieser Form relativ einzigartig.

Wie lange haben Sie sich auf die Magica vorbereitet?

Etwa zwei Jahre: Nach einem Vorentscheid folgte im vergangenen Jahr die bayerische Meisterschaft, bei der ich den ersten Platz belegte. Danach habe ich meine Darbietung für die Magica immer wieder geübt – bis zur Perfektion. Sie muss mindestens sechs und darf maximal zehn Minuten dauern. In neun Minuten und 58 Sekunden war ich durch – diese Punktlandung war natürlich genau geplant.

Wie bereiten Sie sich jetzt auf die Weltmeisterschaft vor?

Das Wichtigste ist die Sprache: Ich nehme Englischunterricht, damit ich mein Programm dann auch international präsentieren kann. Das Schwierigste ist natürlich den Humor zu übersetzen, all die Witze und den bayerischen Dialekt. Aber dafür ist ein Jahr ja genügend Vorbereitungszeit.

Vanessa Hahn

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