Maßnahme gegen parkende Camper?

Zoff um eine Verschmälerung der Inninger Straße

Viele Camper und Wohnwagen stehen in der Inninger Straße. Der BA fordert eine Entsiegelung.
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Viele Camper und Wohnwagen stehen in der Inninger Straße. Der BA fordert eine Entsiegelung.
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Sendling-Westpark: Soll die Inninger Straße entsiegelt und verschmälert werden, um parkende Camper zu vertreiben? Darüber ist ein Streit ausgebrochen.

Parkende Lastwagen und Camper sorgen für Unmut in Sendling-Westpark. Immer wieder gibt es Beschwerden wegen der Fahrzeuge, die in der Inninger Straße abgestellt werden. Die Straße durchkreuzt den Sendlinger Wald – und viele Bürger finden, dass die großen Fahrzeuge das Naherholungsgebiet verschandeln, zumal daneben oft Müll liegen bleibt.

Jetzt hat die CSU das Thema im Bezirksausschuss Sendling-Westpark wieder auf die Tagesordnung gebracht. Sie forderte, die Inninger Straße auf dem rund 400 Meter langen Abschnitt zwischen Holzhausener Straße und der Höglwörther Straße zu entsiegeln und zu verschmälern. Das könnte sich auch auf die Obersendlinger Bürger auswirken.

Bereits vor zwei Jahren wurde über das Thema diskutiert. Eine Einschätzung des Baureferats ergab damals, dass die Maßnahme mindestens rund 400 000 Euro kosten würde – und damit zu teuer sei.

Jetzt hat der Bauausschuss im Stadtrat der Einführung einer neuen Freiraumpauschale zugestimmt. Die CSU Sendling-Westpark sieht damit wieder eine Chance für ihr Anliegen gekommen. „Wir würden etwa 1000 Quadratmeter Waldfläche im Südpark bekommen“, sagt Fraktionssprecher Alfred Nagel, „und es könnten keine Wohnwägen und Busse mehr abgestellt werden.“ Für die SPD dagegen ist der Vorschlag Geldverschwendung. „Wir wollen, dass das Geld für die Modernisierung von Spielplätzen und Freizeitsportanlagen eingesetzt wird“, erklärt Stefanie Krammer (SPD). „Zum Beispiel für eine Nestschaukel im Westpark oder einen Ausbau des Fitnessparcours im Südpark.“ Einig waren sich die Fraktionen nur darin dass die derzeitige Situation ärgerlich ist. „Natürlich sind die LKW ein Problem“, sagt Krammer. „Aber das muss man versuchen anders zu lösen, ohne dass es so viel Geld kostet und man die ganze Straße umbauen muss.“

Bürger hatten dazu in der Bürgerversammlung Sendling-Westpark 2011 mehrheitlich ein eingeschränktes Halteverbot für LKW und Caravans gefordert. Das wurde jedoch abgelehnt, da es laut Kreisverwaltungsreferat wegen der Verkehrssicherheit nicht notwendig sei. Zudem bestünde die Gefahr, dass die Fahrzeuge nur in die angrenzenden Wohnbereiche verdrängt werden würden. Das befürchtet man auch im Nachbarstadtbezirk Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln. „Die Lastwagen, Camper und Wohnwagen würden dann statt in der Inninger Straße einfach in den angrenzenden Straßen in Obersendling abgestellt werden“, sagt BA-Vorsitzender Dr. Ludwig Weidinger (CSU). Insbesondere die Höglwörther Straße und die Zielstattstraße seien gefährdet. In diesen Straßen würden aber schon jetzt – zum Leiden vieler Viertelpolitiker – dauerhaft sehr viele Fahrzeuge abgestellt.

In Sendling-Westpark hat der BA sich letzlich mit den Stimmen von CSU und Grünen für den Entsiegelungsantrag ausgesprochen. Er muss jetzt geprüft werden.
cla, vha

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