Demo von "Pro Isar" gegen Lärm und Dreck am 24. April

Ende der Partyzone: Umdenken für die Isar

+
Paul Riedel, Michael Piazolo, und Roswitha und Anton Hörmann von der Bürgerinitiative „Pro Isar“ wollen für mehr Rücksichtnahme auf die Isar organisieren.

Sendling - Lärm, Dreck, Müll und Grillrauch: Vor allem im Sommer stinkts den Isar-Anwohnern. Jetzt wollen sie sich mit einer Demo für ihre Isar einsetzen

„Uns Isaranwohnern stinken die Bedingungen gewaltig!“, klagt Paul Riedel, Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro Isar. Seit 2011 setzt sich Riedel mit seiner BI für den Erhalt des Wildflusses und der Isarauen als Naherholungsgebiet ein. Doch: Viele Forderungen, wie der Wunsch nach strengeren Grillverboten oder stärkeren Schutzmaßnahmen seien bisher ungehört geblieben. Nun will sich die Bürgerinitiative lautstark Gehör verschaffen – mit einer Demonstration, die am Dienstag, 24. April, auf dem Marienplatz stattfinden wird.

„Müll, Ruhestörung und der beißende Rauch nehmen trotz gut gemeinter Maßnahmen der Stadt seit Jahren zu“, klagt Riedel. „Trotz Protest vieler Anwohner und Ruhesuchenden wird unsere schöne Isar Jahr für Jahr mehr Partyzone.“ Der Appell der Bürgerinitiative an die Münchner: „Helft mit, und haltet die Isar sauber, vermeidet Müll und Lärm!“

Die Isar soll weiterhin für alle erhalten bleiben

Regelmäßig organisiert die Bürgerinitiative verschiedene Veranstaltungen rund um Themen Umweltschutz, Isarschutz und Luftreinhaltung. Mit der Demonstration soll nun pünktlich zum Beginn der warmen Jahreszeit die Aufmerksamkeit der Münchner auf auf das Thema Schutz der Isar gelenkt werden. „Die Isar ist für alle da“, erklärt Riedel, „es ist einzigartig, dass wir hier in München einen Wildfluss mitten in der Stadt haben“. Doch: Viele Besucher würden sich völlig rücksichtslos gegenüber Mitbürgern und Anwohnern verhalten. „Die Natur wird mit Füßen getreten – zurück bleiben Müll und Dreck“, sagt der Untergiesinger.

Die zuständigen Bezirksausschüsse und die Stadt würden zwar immer wieder versuchen zu helfen, doch eine Veränderung könne laut Riedel nur ein Umdenken der Münchner selbst bewirken. „Für die Müllbeseitigung und Sicherheitsdienste muss die Stadt jährlich fast eine Million Euro ausgeben“, sagt Riedel. „Wenn jeder ein bisschen mehr Rücksicht nehmen würde, könnte dieses Geld anderweitig genutzt werden und beispielsweise für soziale Projekte zur Verfügung stehen.“

Genau das will die Bürgerinitiative mit der Demo erreichen: „Unsere Isar, die Natur und die gegenseitige Rücksichtnahme sollen wieder in den Mittelpunkt rücken.“vha

Demo am Marienplatz

Am Dienstag, 24. April, ab 13.30 Uhr findet die Demo auf dem Marienplatz statt. Jeder Müncher ist eingeladen – mehr Informationen unter www.pro-isar.de.

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Untersendling: Fenstersturz endet tödlich
Untersendling: Fenstersturz endet tödlich

Kommentare