Haushohe Wandmalerei

Streetart-Künstler erschaffen riesige Freiluftgalerie auf dem Siemens Gelände

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Lokale und internationale Streetart-Künstler erschaffen auf dem ehemaligen Siemens Campus in der Hofmannstraße riesige Kunstwerke auf neun Hauswänden – innerhalb einer Woche.

Sendling: Das Kunstprojekt „Scale – Urban Wall Art Munich“ holt XL-Streetart mitten in den Münchner Süden. Binnen einer Woche entstehen auf dem ehemaligen Siemens-Campus an der Hofmanstraße haushohe Kunstwerke.

Nur das gelegentliche Surren der Hebebühnen und zischende Spraydosen stören die Stille zwischen den Gebäudeschluchten auf dem ehemaligen Siemens Campus in Obersendling: Bei dem Kunstprojekt „Scale – Urban Wall Art Munich“ entsteht dort eine riesige Streetart-Galerie unter freiem Himmel – und das innerhalb von einer Woche. 

Organisator und Künstler Daniel Man (kl. Foto) erzählt, was sich hinter dem Kunstprojekt verbirgt und welche Künstler ihre XL-Bilder auf die Hauswände malen.

Herr Man, was ist das Besondere an dem Projekt „Scale“?

München hat eine lebendige Streetart-Szene, das zeigen Plätze wie die Brudermühlbrücke oder das Schlachthofviertel. Aber ein solches Projekt, komplette Hauswände, die – zeitgleich und innerhalb nur einer Woche – von lokalen und weltberühmten Künstlern gemeinsam gestaltet werden, das ist ein bisher einzigartiges Projekt.

Wie lief die Organisation ab?

Die Firma Patrizia Immobilien, Eigentümer des Siemens Geländes, kam mit dem Vorschlag für das Projekt auf mich zu – wir hatten schon früher gemeinsam gearbeitet. Ich hatte allerdings nur etwa ein halbes Jahr Zeit, alles auf die Beine zu stellen – eigentlich viel zu knapp. Aber es hat geklappt! Die befreundeten Künstlerzwillinge von Osgemeos sind internationale Superstars der Szene und es hat sich schnell herumgesprochen, dass sie dabei sind – durch Mundpropaganda kam das Projekt dann richtig ins Rollen. Insgesamt werden neun Flächen auf dem gesamten Gelände bemalt, alle etwa 100 Quadratmeter groß. Auch wenn es unglaublich klingt – für viele der Beteiligten sind sogar dreimal so große Flächen Gewohnheit.

Gibt es Vorschriften bezüglich der Farben oder der Gestaltung der Kunstwerke?

Zum Glück nicht – wir dürfen unserer Fantasie freien Lauf lassen. Es wäre aber sicherlich auch ein schwieriges Unterfangen, solch hochkarätigen Künstlern der Streetart-Szene Vorschriften zu ihrer Kunst zu machen (lacht).

Welche Künstler sind mit dabei?

Insgesamt 15 Künstler, die eigenständig oder als Künstlergruppe agieren. Ich habe versucht, eine gelungene Mischung aus lokalen Größen wie Loomit oder den Stone Age Kids, die die Münchner Street­art-Szene erheblich geprägt haben, und internationalen Stars wie Osgemeos, die extra aus Brasilien angereist sind, zusammenzutrommeln.

Was wird es dann alles auf den Wänden entstehen?

Das ist komplett unterschiedlich: Von aktuellen politischen und gesellschaftskritischen Motiven bis zu klassischer Streetart, Formen, Farben, Schrift – es ist alles dabei.

Weitere Infos unter www.scale-munich.com.

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