Planungen verzögern sich

BA Sendling: Aufruhr um Altenwohnheim in der Meindlstraße

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Seit Jahren kämpft der BA für ein Seniorenheim und eine Tiefgarage auf dem Grundstück neben dem Sozialbürgerhaus in der Meindlstraße.

Sendling - Eklat im Bezirksausschuss: Stadt lehnt Tiefgarage in der Meindlstraße ab und verschiebt den Bau des Seniorenheims

Aufruhr im Bezirksausschuss (BA): In der jüngsten Sitzung waren gleich mehrere Vertreter städtischer Referate zu Gast, um die Viertelpolitiker über den aktuellen Planungsstand der Altenwohnanlage und der Anwohnertiefgarage in der Meindlstraße zu informieren – die Neuigkeiten, die Sozialreferat, Planungsreferat und das Amt für Wohnen und Migration dem Gremium mitzuteilen hatten, sorgten jedoch für dicke Luft. Denn: Neben demVeto für eine Anwohner-Tiefgarage in der Meindlstraße, die der Bezirksausschuss mehrfach vehement gefordert hatte (Hallo berichtete), gab es eine weitere Hiobsbotschaft: Auch die Planungen für die Altenwohnanlage verzögern sich längerfristig. Ursprünglich sollte bereits Anfang des Jahres ein städtischer Bauträger feststehen, die Bauarbeiten im Spätsommer beginnen. Laut Stadtverwaltung sei nun ein Baubeginn 2019 angepeilt – konkrete Zusicherungen wollte man dem Gremium allerdings nicht machen. Die Einrichtung soll in direkter Nachbarschaft zum Sozialbürgerhaus, auf dem Grundstück in der Meindl­straße 14a, entstehen. Aktuell sind dort noch Flüchtlinge in Wohncontainern untergebracht. Dieser Interimslösung hatte der BA im Sommer 2015 zwar zugestimmt – allerdings nur unter der Bedingung, die Nutzung auf drei Jahre zu beschränken. Denn: Auf dem Grundstück sollte schon damals schnellstmöglich ein Seniorenwohnheim entstehen – darauf hatten die Viertelpolitiker bis dato bereits seit Jahren hingearbeitet. 

Unmut über Verzögerung und Absage

Auf die Info zum verzögerten Bau des Wohnheims und die gänzliche Absage der Tiefgarage reagierte das Gremium mit Unmut – die Viertelpolitiker schienen sich selbst uneins darüber, welches der beiden Probleme nun das größere Übel sei. „Ein Nein zur Tiefgarage werden wir nicht einfach hinnehmen“, sagte Ernst Dill (SPD). Auch BA-Chef Markus Lutz (SPD) zeigte sich sichtlich enttäuscht: „Wir kennen unser Viertel, die Parkplatznot und die Klagen der Bürger über den steigenden Parkdruck am Besten.“ Zudem biete das Grundstück in der Meindlstraße eine der letzten Chancen für den Bau einer solchen Garage. Auch aus der CSU-Fraktion wurden massive Vorwürfe laut: „Die Vehemenz und Arroganz, mit der die Stadt die Stellplatzproblematik ignoriert, ist mir völlig unbegreiflich“, kommentierte Andreas Lorenz (CSU) die Entscheidung. „Und nun will man uns auch noch den schwarzen Peter zuschieben, indem man uns vorwirft, die Forderungen nach einer Tiefgarage hätten die Planungen für das Seniorenwohnheim verzögert.“ 

vha

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