Hoffen auf den Herbst

Petition gegen Grillrauch an der Isar

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Roswitha Hörmann, Anton Hörmann und Paul Riedl haben eine Petition im Landtag eingereicht. Das Ziel: weniger Grillrauch, Lärm und Schmutz rund um Flaucher und Isar.

Sendling: „Wir hoffen unsere Forderung nach weniger Grillrauch findet nun im Landtag Gehör.“.

In den Sitzungen des Sendlinger Bezirksausschusses sind Roswitha und Anton Hörmann – vor allem in den Sommermonaten – Stammgäste. Der Grund: Die beiden Sendlinger kämpfen seit Jahren gegen den Grillrauch am Flaucher und der Isar (Hallo berichtete). „Unsere Bemühungen zeigen allerdings wenig Erfolg“, klagt Roswitha Hörmann. Viele Vorschläge haben die Hörmanns und andere Anwohner der Stadt schon unterbreitet – „doch umgesetzt wurden sie nicht.“

„So kann es einfach nicht weitergehen“, meint Hörmann. Mit einer Petition hofft die Sendlingerin nun beim Freistaat Gehör zu finden. Bereits im Sommer 2016 hat sie die Petition eingereicht – nun hat ein Ortstermin mit Vertretern von Stadt und Landtag am Isarufer stattgefunden. „Jetzt heißt es hoffen auf den Herbst“, meint Hörmann. Dann soll die Anhörung im Landtag voraussichtlich stattfinden.

Die Hörmanns leben in einer Zweizimmerwohnung mit Dachterrasse an der Schäftlarnstraße. „Nutzen können wir diese kaum noch“, sagt Roswitha Hörmann. Von den Rauchschwaden, die in den Sommermonaten ins Viertel ziehen, habe sie mittlerweile sogar gesundheitliche Schäden davongetragen: „Ich habe chronisches Asthma, verursacht durch den Grillrauch“, erzählt die Sendlingerin.

Mit ihrer Forderung nach weniger Rauchschwaden sind die Hörmann allerdings keineswegs alleine – wie die TZ berichtet, bekommen die Hörmanns Unterstützung von Anwohner Paul Riedl. „In den Auen vor meiner Haustür trifft sich die Party-Drogenszene“, berichtet er der TZ, „außerdem stinkt es überall nach den Fäkalien.“ Auch auf der anderen Isarseite regt sich vermehrt Widerstand gegen die Griller. Laut TZ droht Anwohner Udo D. die Stadt sogar zu verklagen, sollte sich in Zukunft in Sachen Grillerei an der Isar nichts ändern. Mit einem Anwalt prüfe er momentan rechtliche Schritte, um die Stadt zu verklagen: „Der Rauch und der Lärm verstoßen gegen das Emissionsgesetz!“

Was sich die Hörmanns und andere Anwohner erhoffen? „Dass unsere Forderungen endlich Gehör finden!“. Vorschläge für die Verbesserung der Situation gibt es viele: Eine Erweiterung der Verbotszonen, eine Verlagerung der Grillzonen in weniger dicht besiedelte Bereiche oder eine Erlaubnis ausschließlich für Elektro- und Gasgrills.

Hörmann ist guter Dinge, dass nun ihre Petition im Landtag eine Änderung bewirken wird. „Der Ortstermin war nun ein erster Schritt und im Herbst werden die Politiker hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.“ vha

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