Stadt prüft Alternativ-Standorte für Kita-Neubau

Nach Bürgerprotest in Sendling: Darf die Wiese bleiben?

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Rund 250 Anwohner protestierten für den Erhalt ihrer Wiese an der Münsinger Straße.

Sendling - Es ist ein Teilerfolg: Nachdem die Grünfläche an der Münsinger Straße als Standort für den Kita-Neubau in Betracht gezogen wurde, erhob die Initiative „Rettet die Wiese“ ihre Stimme - Jetzt wird die Entscheidung vertagt

Bürger können in der Stadt etwas bewirken. Ein Kita-Neubau auf der Grünfläche an der Münsinger Straße schien beschlossene Sache, als die Anwohner mobil machten (Hallo berichtete). Sie gründeten die Initiative „Rettet die Wiese“, sammelten 300 Unterschriften, wandten sich an den Bezirksausschuss, der von dem Vorhaben noch gar nichts wusste, schrieben einen Brief an den Oberbürgermeister und organisierten eine Demo auf der gefährdeten Grün­fläche. „Wir wollten den vielen besorgten und verärgerten Bürgern des Viertels eine Stimme geben“, sagt Sprecherin Tanja Felderer.

Nun kann sich die Initiative über einen Teilerfolg freuen: Die Entscheidung, ob auf der Wiese gebaut wird, wurde vertagt. „Das Thema ist beim OB angekommen, er hat das Referat für Bildung und Sport beauftragt, Alternativen zu prüfen“, erklärt Felderers Mitstreiterin Angela Burkhardt-Keller. „Wir sind vorsichtig optimistisch und werten das als Erfolg.“

Der Bezirksausschuss steht parteiübergreifend hinter der Initiative, im Stadtrat hat die CSU-Fraktion nun einen Antrag eingebracht, in dem es heißt: „Diese ohnehin schon verkleinerte Grünfläche ist einer der raren Freiflächen im Viertel, die gerne von Kindern und Jugendlichen genutzt wird. Da Obersendling zudem sehr wächst, wird der Bedarf an Grünflächen noch weiter zunehmen.“ Auch die CSU fordert: „Um diese wichtige Grünfläche fürs Viertel zu erhalten, muss die dritte Kindertageseinrichtung an einem anderen Standort in Obersendling errichtet werden.“ Denn der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen im Viertel ist unumstritten.

„Wir wollen nur nicht, dass die Stadt den einfachsten, aber nicht den besten Weg geht“, so Burkhardt-Keller. „Sondern eventuell auch über Aufstockung der vorhandenen Einrichtungen nachdenkt.“ 

Maren Kowitz

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