Kritik am Rewe-Neubau

„Sendling wird immer dichter“

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Das alte Rewe-Gebäude an der Ecke Alram-/Aberlestraße wird zum Ende des Jahres dem Erdboden gleich gemacht.

Sendling – Noch einige Monate, dann ist es um den alten Rewe geschehen. Jetzt wurden die Pläne für den Neubau vorgestellt. Doch Anwohner und Bezirksausschuss sehen das Vorhaben eher kritisch...

Zum Ende des Jahres soll es losgehen: der Rewe an der Ecke Alram-/Aberlestraße wird für einen Neubau abgerissen. Bauherr Stefan Mayr stellte die Pläne nun im Rahmen einer Infoveranstaltung den Anwohnern vor.

Etwa 130 – laut Website des Investors „elegante“ – Eigentumswohnungen werden auf sechs Stockwerken gebaut. Dass dabei keine einzige geförderte Wohnung errichtet wird, bemängeln nicht nur Anwohner, sondern auch BA-Mitglied Elke Kremer (Grüne): „Es gibt Investoren, die freiwillig Sozialwohnungen für die Bewohner unserer Stadt bauen.“ 

Ernst Dill (SPD), Mitglied des Bezirksausschusses.

Trotzdem konnte Mayr durch die frühe Beteiligung des Stadtteilgremiums punkten: „Ich mache das jetzt schon seit 30 Jahren und noch nie hat sich ein Investor im Voraus an den BA gewandt“, kommentiert BA-Mitglied Ernst Dill (SPD. Der Rewe wird für die Bauzeit von etwa 30 Monaten ausziehen müssen – genauso wie die Postfiliale. Beides wird aber im Neubau wieder seinen Platz finden. Auch eine Tiefgarage soll errichtet werden. 

In der Alram-/Aberlestraße sollen bald 130 Eigentumswohnungen entstehen.

Der Rewe-Parkplatz, der laut einer Anwohnerin am Wochenende oft von Bewohnern als Parkfläche genutzt wird, ist damit geschlossen. Neue öffentliche Parkplätze wird es keine geben. Und auch der Durchgang für die Bewohner der Gebäude im Norden soll nicht mehr möglich sein – aus „haftungstechnischen Gründen“, so Mayr.

Wichtig war dem BA der Erhalt des Grünstreifens. Mayr betont, dass es sich dabei um eine öffentliche Fläche handle. „Der Bauherr hat sich dazu entschlossen, den Rewe-Park auf eigene Kosten aufzuwerten“, erläutert Dill. Das konnte die Anwohner aber nicht von der Höhe des Gebäudes ablenken: „Das ist ganz schön massiv.“ So auch Dill: „Sendling wird immer dichter. Man muss sich neue Blickwinkel suchen, um die Sonne zu sehen.“

Sophia Oberhuber

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