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Innenhof gerettet

Wieso diese Blinden um ihre Grünfläche fürchten

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Karl Weber, Petra Schießl und Alois Modlmair mit Blindenhund Satchmo vor dem grünen Innenhof.

Sendling – Es ist eine etwas verwirrende Situation für Außenstehende: Warum die Bewohner der Danklstraße um ihr grünes Innenhof-Idyll bangen, lesen Sie hier.

Seit Wochen fürchten die Bewohner der Danklstraße um ihren Hof, der für sie ein geschützter Raum ist: Die meisten von ihnen sind sehbehindert oder blind. Zufällig erfuhren sie von Bauplänen, die das Ende der Grünfläche bedeutet hätten.

„Unsere Idylle wird mit Sicherheit gestört werden“, sagt Karl Weber, der seit 23 Jahren im Haus wohnt. „Blinde können im Hof an die frische Luft ohne eine Begleitung mitzunehmen“, ergänzt Bewohnerin Petra Schießl. Im Innenhof ist ein Gebäude mit acht Wohnungen geplant. Der Eigentümer des neuen Gebäudes ist der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) – genauso wie beim bestehenden Gebäude. 

Laut Christian Scherm, Landesgeschäftsführer des BBSB, soll lediglich ein Viertel der Grünfläche innerhalb des Innenhofs bebaut werden.

Laut Christian Scherm, Landesgeschäftsführer des BBSB, sollen auch die neuen Wohnungen bevorzugt an blinde Menschen zu bezahlbaren Preisen vermietet werden. „Uns gehen im nächsten Jahr Mieteinnahmen verloren. Damit wir unser Personal behalten und weiterhin Projekte für blinde Menschen anbieten können, brauchen wir eine alternative Einnahme“, sagt Scherm. Und es stellt sich heraus: „Es soll nur ein Viertel der Grünfläche bebaut werden.“

Sorgen bereiten den Bewohnern auch die geplanten acht Parkplätze: „Blinde fahren keine Autos. Das ist eine Sondersituation“, so Alois Modlmair. Auf Nachfrage beim Baureferat teilt Ingo Trömer mit, dass der Aspekt der sehbehinderten Bewohner sicherlich in der Abwägung berücksichtigt werde. Das kann BBSB-Chef Scherm bestätigen: „Wir haben die Parkplatzzahl bereits von zwölf auf acht reduziert.“

Einziger Wermutstropfen: Die große Linde im Osten des Gartens muss laut Aussage von Scherm dem Bauvorhaben eventuell weichen.

Sophia Oberhuber

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