Anwohner protestieren gegen Pläne für Sendlinger Neubau

Mega-Schule – Mega-Schock?

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Anwohner Harald Eggl mit einem Modell des Schulneubaus an der Reutberger Straße.

Sendling – Grundsätzlich haben Anwohner der Reutberger Straße keine Probleme mit Kindern in der Nachbarschaft – Doch die Pläne für den Schulneubau sorgen für allgemeines Unwohlsein im Viertel

Im Flur des Altbaus direkt neben der Baustelle liegt ein selbstgebasteltes Modell aus. Es zeigt das Wohnhaus und daneben einen „eckigen Kasten“, wie Anwohner Harald Eggl die geplante Schule an der Reutberger Straße nennt.

Aus den Vorplanungen geht laut Eggl hervor, dass das neue Gebäude drei bis vier Mal größer werden soll als der alte Bau. „Wir haben überhaupt nichts gegen Kinder und auch nichts gegen eine neue Schule, aber die Stadt muss das Konzept ändern.“

Laut der Pläne soll das neue Gebäude in etwa drei bis vier Mal größer werden, als der alte Bau.

Und so sieht das Konzept bisher aus: Laut Katharina Rieger vom Referat für Bildung und Sport soll dort, wo früher eine Montessorischule stand , ein Erweiterungsbau für die Maria-Probst-Realschule entstehen. Außerdem ist ein großer Hort geplant. Eine Mensa soll die Schulen am Gotzinger Platz und in der Reutberger Straße versorgen. „Alleine durch die Zentralmensa wird ein hohes Verkehrsaufkommen entstehen“, meint Eggl.

Das Projekt befindet sich laut Rieger noch in einem sehr frühen Planungsstadium. Details werden dann wohl im Januar bekannt, wenn es eine Informationsveranstaltung im Bezirksausschuss geben soll.

Sophia Oberhuber

Erste Montessorischule Bayerns

Vor 40 Jahren wurde in der Reutberger Straße die erste Montessori-Grundschule Bayerns eröffnet. Nachdem bekannt wurde, dass die Stadt die Fläche für eine öffentliche Schule brauche, kämpfte eine Elterninitiative drei Jahre lang für den Erhalt der Montessorischule. Trotzdem musste der Träger den Standort im Jahr 2016 schließen. Im Oktober 2018 begann schließlich der Abriss.

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