Masterplan des Planungsreferats

So sieht das Verkehrskonzept für den Süden aus

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„An der Schmerzgrenze“ – 2015 berichtete Hallo von der Bürgerwerkstatt. Nach dem Scheitern des Stäbli-Durchstichs auf Höhe des Forstenrieder Allee soll das Verkehrskonzept nun neue Lösungsvorschläge liefern.

München-Süd - Endlich liegt es dem Bezirksausschuss vor: Ein Verkehrskonzept für den Münchner Süden. Hallo hat die wichtigsten Inhalte zusammengetragen

330 Seiten stark ist das heißersehnte Dokument – „verkehrspolitisches Gesamtkonzept 19. Stadtbezirk“ heißt es, die Verringerung des enormen Verkehrsdrucks im Süden verspricht es. Der Hintergrund: Nach dem Aus des Stäblistraße-Durchbruchs, der eigentlich Entlastung bringen sollte müssen nun Alternativen her. Enthalten sind: Die Daten zweier Verkehrserhebungen, etwa 150 Anregungen, die Bürger 2015 bei einer themenbezogenen Werkstatt einbringen konnten, dutzende BA- und Bürgerversammlungsanträge und die daraus resultierende Handlungsempfehlung für die Stadt. 

Das Ziel: Vor allem der ÖPNV soll gestärkt, die Fortbewegung für Fußgänger und Radfahrer erleichtert werden. Damit so auch der PKW-Verkehr weniger wird... „Wir müssen da jetzt durch“, sagt BA-Chef Ludwig Weidinger (CSU) – der BA ruft deshalb gleich zwei Sondersitzungen ein. Anders als üblich wird wegen des großen Interesses eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Die wichtigsten Punkte und wie Sie ihre Fragen einbringen können, lesen Sie in den Kästen. vha

Kommt jetzt der Stäbli-Durchstich 2.0?

Bis vor einigen Jahren das am heftigsten umstrittene Projekt im Stadtbezirk: der Stäblistraßen-Durchstich. Durch die Verlängerung der Straße durchs Wohngebiet in Richtung A 95 sollte die Verkehrssituation im Viertel verbessert werden. Nach jahrzehntelanger Planung und vehementem Widerstand der Anwohner wurde das Projekt 2013 endgültig auf Eis gelegt. Kommt nun die Neuauflage? Im Entwurf des Verkehrskonzepts wird zumindest der Stäblidurchstich „light“ empfohlen: „Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Kreisverwaltungsreferat und Baureferat werden beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für den ehemaligen Trassenbereich des Durchstichs Stäblistraße zu erstellen“, heißt es im Enwurf. Das Ziel: eine durchgängige Verbindungsstrecke für Fußgänger und Radler schaffen. Sollte das nicht realisierbar sein, wird im Konzept eine Ausweichroute über die Bauerweberstraße (inklusive Umbau des Zufahrtsbereichs des alten Tram-Tunnels unter der A 95) empfohlen.

Weniger Schleichverkehr im Viertel

Der Schleichverkehr im Umfeld der stark befahrenen Wolfratshauser Straße/Herterich- und Eberlestraße soll verringert werden. „Umgehend nach Beschlussfassung soll dafür eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden“, heißt es im Beschlussentwurf. Und: „Mit begleitender Öffentlichkeitsbeteiligung sollen umsetzbare Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden.“

An den Details feilen, Institutionen bevorzugen

Ob Lkw-Durchfahrtssperren oder „Radfahren erlaubt“-Hinweisschilder – das Konzept empfiehlt auch für viele Stellen eine Verbesserung der Ausschilderung als sanfte Maßnahme. Außerdem sollen KVR und Referat für Arbeit und Wirtschaft, insofern dem Beschlussentwurf zugestimmt wird, „Anfragen von Unternehmen, Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen im 19. Stadtbezirk prioritär behandeln.“

Terminplan

Unter www.ba19.de gibt es das Konzept – Fragen können ab sofort schriftlich per E-Mail an ba19@muenchen.de oder an die BA-Geschäftsstelle Süd eingereicht werden. Bei einer Infoveranstaltung am Mittwoch, 27. Juni, antworten Mitarbeiter der Stadt. Bei einer Sondersitzung des BA am Dienstag, 24. Juli, werden die Anregungen behandelt und eine finale Stellungnahme verabschiedet. Dann entscheidet der Stadtrat endgültig – die Anmerkungen des BA können, müssen aber nicht beachtet werden.

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