Obersendling

Kurzfilm von Obersendlinger Studenten gegen Vorurteile

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Die Studentengruppe des Sprachen- und Dolmetscherinstituts in Obersendling dreht einen Kurzfilm zum Thema „Sensibilisierung“ mit dem sie Unternehmen, Vereine und Bürger ermutigen wollen, Vorurteile abzulegen und sich Migranten zu öffnen.

Sendling: Obersendlinger Studenten wollen Botschaft gegen Diskriminierung und Ausgrenzung senden.

Zwei Leben wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Das eines Münchner Studenten und das eines jungen Schwarzafrikaners – gezeigt wird diese Gegenüberstellung in einem Kurzfilm, den Benjamin Frohner (Foto 3.v.re.) und seine Kommilitonen unter dem Motto „Demokratie – Nur echt mit dir“ drehen. Im Interview verrät Frohner, was dahinter steckt.

Herr Frohner, wie ist die Idee für den Kurzfilm entstanden?

Gegen Ende des Studiums am Sprachen- und Dolmetscherinstitut steht ein Projektsemester im Lehrplan. Dabei müssen wir in Kleingruppen eine Idee entwickeln und umsetzen. Unsere Wahl ist dabei auf den Kurzfilm gefallen – wir fanden das sehr spannend.

Wie lange wurde an dem Film gearbeitet?

Wir hatten ein Semester Zeit – allerdings haben wir auch alles selbstständig organisiert. Wir haben uns gefragt „Wer hat wo bereits Erfahrung?“ und versucht, die Aufgaben dementsprechend zu verteilen. Und der Film finanziert sich vor allem über Spenden.

Klappt das in der Praxis?

Die Kameraausrüstung ist geliehen und gedreht wird in den Schulräumen in Obersendling. Außerdem haben wir kein Geld für Schauspieler ausgegeben. Ich spiele eine der beiden Hauptrollen, die andere Rolle wird von einem Bekannten eines Mitstudenten besetzt, der aus Togo stammt.

Was wird dann im Film genau zu sehen sein?

Eine in Deutschland aufgewachsene Person und ein Migrant werden in verschiedenen Situationen gegenübergestellt. Beide erzählen sich gegenseitig von ihren täglichen Erfahrungen, ihren Gefühlen und ihren Lebenswelten. Zum Beispiel wird man sehen, wie ich mich ärgere, weil ich keinen Sitzplatz in der U-Bahn habe, während mein Gegenspieler in Afrika bereits als Kind arbeiten muss.

Was ist das Ziel des Films?

Hoffentlich werden den Zuschauern durch den Film die Beweggründe vieler Migranten in Deutschland bewusster, und auch, dass der Großteil unserer „alltäglichen Probleme“ häufig nur Kleinigkeiten sind, im Vergleich zu dem, was Menschen in Kriegs- und Krisengebieten oder Ländern der Dritten Welt durchleben.

Sind Sie aufgeregt vor Ihrem Einsatz als Schauspieler?

Etwas, schließlich sind wir alle keine Profis. Ich stand aber schon einmal für die Abschlussarbeit eines Freundes vor der Kamera. Im Endeffekt bin ich aufgeregter über das Ergebnis, das am Ende herauskommt. Nach dem Studium strebe ich auch nicht vorrangig eine Karriere als Schauspieler an (lacht).

Wann und wo wird man den Film dann sehen können?

Der Film wird am 25. Juni auf Youtube und in sozialen Netzwerken veröffentlicht.

vha

Weitere Infos gibt es unter www.facebook.com/nurechtmitdir

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