Luise-Kiesselbach-Platz: Kiosk und Toilette statt Vereinsheim gewünscht

Droht den Bikern jetzt doch das Aus?

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Könnten hier bald ein Kiosk und eine öffentliche Toilette den Platz des Biker-Vereinsheims einnehmen?

Sendling-Westpark – Die Bürger fordern einen Kiosk und eine Toilette für den Luise-Kiesselbach-Platz – Der ansässige Motorrad-Club soll deswegen vertrieben werden

Seit ein paar Wochen ist die Oberfläche des Luise-Kiesselbach-Platzes (LKP) fertiggestellt. Um die Aufenthaltsqualität zu verbessern haben nun die Stadträte Johann Stadler und Otto Seidl (beide CSU) einen Antrag für einen Kiosk und eine öffentliche Toilette gestellt – mit dem Hinweis, dass sich auf dem Platz bereits ein entsprechendes Gebäude befindet.

Seit 1993 haben die „Streetfighters Nomads“, rund um den Vorsitzenden Roland Apfelbacher (rechts), das Häuschen am LKP als Vereinsheim angemietet.

Das Problem: In dem städtischen Häuschen hat seit 25 Jahren der Motorrad-Club „Streetfighters Nomads“ sein Vereinsheim (Hallo berichtete). Otto Seidl, der auch Mitglied im Bezirksausschuss (BA) Sendling-Westpark ist, ist der Meinung, dass sich dieses Gebäude bestens eignen würde: „Optisch gesehen ist das Gebäude ein Schandfleck, da muss so oder so etwas gemacht werden. Und da vor vielen Jahren dort schon mal ein Kiosk mit Toilette untergebracht war, wäre eine Wiederbelebung naheliegend.“ Rauswerfen wolle er den Motorradclub aber natürlich nicht, das sei aufgrund des unbefristeten Mietvertrags auch gar nicht möglich.

Stadtrat Otto Seidl hat zusammen mit Johann Stadler einen Antrag auf einen Kiosk und eine öffentliche Toilette für den Luise-Kiesselbach-Platz gestellt.

Auch Birgit Unterhuber vom Kommunalreferat bestätigt: „Es besteht derzeit kein Grund das solide Vertragsverhältnis zu beenden.“ Zu weiteren Planungen die Platzgestaltung betreffend könne das Kommunalreferat zuständigkeitshalber keine Aussagen treffen. Doch: Vor wenigen Tagen, hatte eine Dame vom Liegenschaftsamt, welches Teil des Kommunalreferats und für die Verwaltung des Grundbesitzes der Stadt zuständig ist, dem Biker-Club einen Besuch abgestattet. Roland Apfelbacher, Pächter des Häuschens und Vorsitzender des Clubs, erzählt: „Das Gebäude soll äußerlich verschönert werden, damit es optisch besser zum Platz passt. Das ist uns nur recht, denn bisher haben wir alle Arbeiten auf eigene Kosten durchgeführt.“

Der 52-Jährige hat das Gefühl, dass der BA den Club „loswerden“ will: „Die Stadt steht auf unserer Seite, aber für den BA stellen wir ein Problem dar“, sagt Apfelbacher. Beunruhigt ist er allerdings nicht: „Die können uns nicht vertreiben, dazu haben sie keinerlei Handhabe!“

Gegen einen Kiosk auf dem Platz hat Apfelbacher prinzipiell nichts, jedoch glaubt er nicht, dass dieser sich lange halten würde. Eine öffentliche Toilette auf dem „Festplatz“, also ein paar Meter weiter in der Nähe des Maibaums, befürwortet er: „Vielleicht kann man so den Wildbieslern entgegenwirken.“

Daniela Borsutzky

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