Pfeifenpaten gesucht: Die Sanierung der maroden Orgel in St. Margaret ist zu teuer

Dieser Sendlinger Orgel geht die Luft aus

+
St. Margaret zählt zu den größten und eindrucksvollsten Kirchen der Stadt. Doch die Orgel im Kirchen­inneren muss dringend saniert werden – dafür werden Unterstützer gesucht.

Sendling – Eigentlich sollte aus der Orgel in St. Margaret eindrucksvolle Musik erklingen – Doch das Herzstück der Kirche ist mit Baugerüst und Plane verhüllt – Die Sanierung ist zu teuer

Sie ist eine der größten katholischen Kirchen der Stadt: St. Margaret, am Sendlinger Margaretenplatz, auch die Orgel aus dem Jahr 1955, mit historischer Teilen der ersten Orgel aus dem Jahr 1915 ist eindrucksvoll. Doch: Aktuell ist das Herzstück der Kirche mit Baugerüst und Plane verhüllt – denn das Instrument muss dringend saniert werden. 

Aktuell ist das Herzstück der Kirche mit Baugerüst und Plane verhüllt.

Das Problem: Die Sanierung ist zu teuer. Auf etwa 950 000 Euro belaufen sich die Gesamtkosten – doch alleine kann die Pfarrei das nicht stemmen. Gedeckt ist bisher erst ein Bruchteil der Summe: 50 000 Euro Zuschuss gewährt die Erzdiözese München und Freising, etwa derselbe Teil wurde bisher aus privaten Spenden innerhalb der Kirchgemeinde gesammelt. Um die restlichen Kosten der Orgelsanierung zu stemmen, soll nun ein außergewöhnliches Finanzierungskonzept helfen: Pfarrer Franz Frank, Kirchenmusiker Christian Bischof und der Förderverein „Kirchenmusik an St. Margaret“ haben ein Patenschaftskonzept entwickelt, mit dem die Generalsanierung der Orgel unterstützt werden kann. 

Die Idee dahinter: Ab 50 Euro können Spender persönliche Patenschaften für eine Pfeife übernehmen. Und wer sich bereiterklärt, die Finanzierung einer gesamten Registratur zu übernehmen (ab 5000 Euro) – wird namentlich an der Gehäuse­rückwand der Orgel verewigt. „Die 100 000 Euro-Marke wurde mittlerweile geknackt“, sagt Christian Bischof erfreut.

Als Entlohnung für die Unterstützung erhalten Orgelpaten auch eine Patenschaftsurkunde, einen Lageplan ihrer persönlichen Orgelpfeife und können ihren Namen in der Orgelfestschrift, sowie im Buch der Orgelpfeifenpaten verewigen lassen. Auch im Sendlinger Bezirksausschuss wurde für das Patenschaftsprojekt geworben – doch dieser will erst im Unterausschuss prüfen, inwiefern das Projekt finanziell unterstützt wird.

Gefeiert werden soll in St. Margaret allemal, dann, wenn die neue Orgel steht: Mit einem Exklusiv-­Konzert nur für die Paten und Sponsoren.

Vanessa Hahn

Bilder rund um die Sanierung der Sendlinger Orgel

Die Ansichtskarte von 1915 zeigt die Orgel.
Die Ansichtskarte von 1915 zeigt die Orgel. © kn
Der aktuelle Zustand der Orgel mit Blick auf die Empore.
Der aktuelle Zustand der Orgel mit Blick auf die Empore. © kn
Kirchenmusiker Christian Bischof
Kirchenmusiker Christian Bischof © kn
Hier wird eine der Orgelpfeifen abtransportiert.
Hier wird eine der Orgelpfeifen abtransportiert. © kn
Blicke auf die Baustelle.
Blicke auf die Baustelle. © kn
Wie umfangreich die Sanierung wird, ist hier deutlich zu sehen.
Wie umfangreich die Sanierung wird, ist hier deutlich zu sehen. © kn
Pfarrer Franz Frank
Pfarrer Franz Frank © kn

Auch interessant:

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Kommentare