Bürgerversammlung

Antragspaket zum Gasteig-Interim

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Hunderte Mieter des Kunst- und Handwerksquartiers HP8 kämpfen um ihren Verbleib.

Sendling: Mieter des möglichen Ersatzquartiers stellen bei Bürgerversammlung dutzende Forderungen.

Der Gasteig will rein, die Mieter wollen nicht raus: Seit bekannt wurde, dass das Gelände an der Hans-Preißinger-Straße 8 für mindestens fünf Jahre zum Interimsquartier während der Sanierung des Kulturtempels in der Rosenheimer Straße werden soll, regt sich heftiger Widerstand (Hallo berichtete).

Knapp ein dutzend Anträge und Anfragen rund um das Thema haben die Mieter und Nachbarn des Kunst- und Kreativquartiers nun bei der Sendlinger Bürgerversammlung gestellt. Zentrale Themen waren ein drohendes Verkehrs- und Parkchaos, mögliche negative Auswirkungen des Gasteig-­Interims auf den benachbarten Flaucher, die Vertreibung langjähriger Mieter und die Gesamtkosten der Sanierung für Stadt und Steuerzahler. Der Verein Mobilspiel forderte die Stadt auf, die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung von Gasteig und Bestandsmietern während und nach der Interimszeit, wenn dort Wohnungen enstehen sollen, zu prüfen. Auch die Prüfung, ob Teile des Gasteigs, wie Volkshochschule und Stadtbibliothek anderweitig untergebracht werden könnten, war Teil des Antragspakets. Unter dem Motto „Alternative zu alternativlos“ forderten die Mieter auch, den Entwurf für eine gemeinsamen Zwischenlösung von Mieter und Architekt Clemens Bachmann (Hallo berichtete) ernsthaft zu prüfen. Ein weiterer Mieter forderte von der Stadt den Beschluss einer verbindlichen Erhaltungssatzung in ganz München, die auch Kleingewerbe und Kreativwirtschaft schützt.

Von der Versammlung wurden alle Anträge angenommen. Gasteig-Chef Max Wagner betonte in seiner Stellungnhme man habe Verständnis für die Sorgen der Mieter – doch die Sanierung sei vom Stadtrat beschlossen, die Wahl des Interimsquartiers kein böser Wille gegenüber Bestandsmietern.

„Dieses Gelände wurde uns von den Stadtwerken angeboten“, so Wagner. Man sei bereits in Verhandlung mit den Großmarkthallen, um dort Parkmöglichkeiten zu prüfen, von der MVG gebe es eine mündliche Zusicherung, die Takterhöhung von U-Bahn und Buslinien zu prüfen. Mit Clemens Bachman habe man bereits einen Gesprächstermin vereinbart. „Der Wunsch nach einer Kompromisslösung ist auch seitens des Gasteig vorhanden“, so Wagner. vha

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