Kunstrasenanlage, Skatepark, Spielfläche

Alles wird neu in Neuhofen

Der Wacker-Sportplatz soll saniert werden – aber immer mehr Anwohner klagen aktuell über Lärm des angrenzenden Skateparks. Nun fordert der BA Lärmmessungen.
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Der Wacker-Sportplatz soll saniert werden – aber immer mehr Anwohner klagen aktuell über Lärm des angrenzenden Skateparks. Nun fordert der BA Lärmmessungen.

Sendling - Die Freizeitfläche am Neuhofener Berg wird saniert. Aber: Wegen Beschwerden fordert der BA jetzt Lärmmessungen an der Skateanlage

Große Pläne für den Bolzplatz am Neuhofener Berg: Der asphaltierte Platz, der bei Sendlingern auch als „Wacker-Sportplatz“ bekannt ist, soll saniert werden – die Pläne dafür hat die Stadt nun vorgestellt. Auch die Wünsche aus mehreren Workshops mit Kindern und Jugendlichen aus dem Viertel wurden berücksichtigt. Im Herbst vergangenen Jahres hatten entsprechende Treffen stattgefunden – viele Wünsche der jungen Teilnehmer können bei den Planungen berücksichtigt werden: So soll aus dem Areal südlich der Bezirkssportanlage an der Demleitnerstraße künftig ein großes Kunstrasenfeld werden, vier Meter hohe Zäune sollen das Fußballfeld von der benachbarten Skateanlage abgrenzen. 

Die ist bei Kindern und Jugendlichen beliebt – möglicherweise zu beliebt. Denn: In Sendling häufen sich seit einigen Monaten Beschwerden von Anwohnern aus den angrenzenden Straßen, immer wieder schlägt das Thema bei den Lokalpolitikern auf. Dort sieht man das Thema kontrovers: „Man darf nicht gleich alles verbieten“, argumentierten jüngst die Grünen im Bezirksausschuss. Nun sehen sich die Lokalpolitiker dennoch im Handlungszwang und fordern die Stadt auf, an der Skateboardanlage Lärmmessungen durchzuführen – idealerweise zu unterschiedlichen Wochentagen, Uhrzeiten und auch während der Schulferien, wenn die Anlage besonders intensiv genutzt wird. Einen entsprechenden Antrag hat das Gremium nun verabschiedet. 

BA-Chef Markus Lutz

„Grundsätzlich begrüßen wir, dass die Sportanlage so gut angenommen wird“, sagt BA-Chef Markus Lutz (kl. Foto) (SPD). Dennoch würden die zunehmenden Beschwerden von Anwohnern zeigen, dass – trotz Distanz zu den angrenzenden Wohnhäusern – möglicherweise Lärmschutzmaßnahmen gefunden werden müssten. „Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerden jetzt im Frühjahr weiter ansteigen werden“, sagt Lutz. In Rücksprache mit dem Baureferat hatte der BA die Nutzungszeiten der Sportanlage bereits auf den Zeitraum von acht bis 22 Uhr eingeschränkt – dennoch hatten Anwohner der Wohnungen an der Demleitnerstraße und dem Roten-Turm-Platz immer wieder über Lärm in den frühen Morgenstunden und spät Abends geklagt. Für die Skater gibt es gerade dennoch Grund zur Freude: Im Zuge der Sanierungsarbeiten sollen sie weitere Beton-Elemente bekommen. vha

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