So sehen Kinder die Isarvorstadt

Highlights für Mini-Münchner: Sechs- bis Zwölfjährige erstellen Viertelplan

Isarvorstadt Wo gibt es die beste Pizza, wo das leckerste Eis? Auf welchem Spielplatz kann man am höchsten schaukeln und am schnellsten rutschen? Wo gibt es die spannendsten Bücher? Und welche gefährlichen Straßen sollte man lieber meiden? Monatelang haben Kinder ihr Stadtviertel erkundet und dort besondere Plätze ausfindig gemacht. Gemeinsam mit Uschi Reim vom Verein Spiellandschaft Stadt haben die Mini-Münchner einen Stadtplan entworfen, der die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt aus Kinderperspektive zeigt. „Kinder sehen ihre Umgebung aus einem ganz anderen Blickwinkel“, sagt Uschi Reim. Besonders kritisch unter die Lupe genommen haben die Mädchen und Buben die Spielplätze, wobei sie auf ganz unterschiedliche Dinge Wert glelegt haben: „Die Mädchen sind wild auf Klettergerüste, sie schaukeln gemeinsam und ratschen gern dabei. Für sie ist der Spielplatz an der Theresienwiese mit dem Pyramiden-Klettergerüst deshalb großartig. Die Jungs hingegen geben sich oft schon mit einer Wiese zufrieden, auf der man Fußball spielen kann.“ Besonders beliebt bei den jungen Isarvorstädtern ist deshalb der Glockenbachspielplatz. „Da ist viel Platz zum Bolzen.“ Ein toller Spielplatz – da waren sich alle Kinder einig – ist der am Roecklplatz. Denn neben Schaukeln, Wippen und einem bunten Klettergerüst ist das Eiscafé Italia gleich nebenan. „Aber alle sagen ,zum Tomaso‘ – wegen des netten Kellners“, hat sich Reim aufklären lassen. Süße Leckereien hat aber nicht nur das ,zum Tomaso‘ zu bieten: „Das Café Götterspeise mit seiner Schokoladen-Auswahl war ein weiteres Highlight auf ihrer Erkundungstour“, sagt Uschi Reim. Dort haben die Jungforscher auch den Kinderbuchautoren Paul Zucker interviewt. Aber außer Spielplätzen und Zuckerbäckern sind noch ganz viele andere Sachen vermerkt, die die Jungforscher, ausgestattet mit Kappen, Diktiergerät und Mirkofon, entdeckt haben: Brunnen, Graffittis, Buchläden, Freizeiteinrichtungen, Künstleratelies oder auch ein Mittelalterladen. Insgesamt sind viele Stationen zusammengekommen – immerhin rund 500 Kinder waren auf der Suche nach bemerkenswerten Punkten in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt. Nicht alle Erkundungstouren verliefen problemlos, erzählt  Reim: „Vor dem Pater Noster im Kommunalreferat hatten die Kinder erst richtig Bammel. Keiner wollte einsteigen – denn man wusste ja nicht, wohin die Fahrt geht.“ Getraut hätten sich schließlich dann doch alle. Wichtig ist Uschi Reim vor allem, dass die Kinder viel vom Stadtplan haben: „Sie können noch andere Dinge ergänzen oder ihren Schulweg auf dem Plan verfolgen. Den Kinderstadtplan Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt gibt es zum Stückpreis von drei Euro ab 25. März im Kinderinformationsladen an der Albrechtstraße 37, in der Glockenbachwerkstatt an der Blumenstraße und im Zauberzirkus „Trau dich“ an der Goethestraße 53.

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