Was wird neu 2017? Die große Jahresvorschau der Bürgermeister

Pullach wird fit für die Zukunft

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Am Friedhof in Pullach wird es vorübergehend lauter, denn Bauarbeiten stehen an.

Die Isartal-Gemeinde Pullach hat im Jahr 2017 einiges vor. Was alles geschehen soll, erfahren Sie bei uns.

Die Isartal-Gemeinde Pullach hat 2017 einiges vor: Das große Ziel ist es, ein konkretes Ortentwicklungskonzept (OEP) zu entwickeln, das den Fahrplan für die kommenden Jahre vorgeben wird. Die Leitziele für die Vision „Pullach 2030“ wurden bereits im Sommer 2016 formuliert – jetzt soll es konkret werden. 

Bei der Skateanlage soll durch Lärmschutzmaßnahmen indes wieder Ruhe einkehren.

Über das vergangene Jahr hinweg haben das Starnberger Planungsteam Terrabiota, die Forschungsgesellschaft Markt und Standort und die Arbeitsgemeinschaft Urbanes Wohnen unter großer Bürgerbeteiligung das Ortsentwicklungskonzept für Pullach erarbeitet. Die zugrunde liegenden Teilbereiche sind „Bauliche Entwicklung“, „Verkehr“, „Freiflächen, Umwelt“, „Soziale Infrastruktur, Freizeit, Kultur“ sowie „Nahversorgung, Wirtschaft“. Die Ziele sind dabei eine lebendige Ortsmitte, passende Standorte für Bildungs- und Senioreneinrichtungen und der Schwimmbad-Neubau, der schon in Planung ist. „Im ersten Halbjahr 2017 soll der endgültige Ortsentwicklungsplan mit den wegweisenden Handlungsempfehlungen für Pullachs Zukunft dann fertiggestellt werden“, sagt Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne, kl. Foto).

Auch die Sicherung Pullachs als Gewerbestandort und die Zukunft des BND-Geländes sind im kommenden Jahr Thema. Wenn der Umzug des BND nach Berlin abgeschlossen ist, bleiben in Pullach 70 Hektar Fläche zurück. Davon können etwa 30 Hektar in Zukunft von der Gemeinde neu genutzt werden.

Der Skatepark treibt viele Pullacher Bürger um. Nachdem Anwohner entlang der Münchner Straße vermehrt über Lärm klagten, wurde von der Gemeinde ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben, das eine Überschreitung der zulässigen Lärmbelastung zeigt. In Folge dessen wurden die Benutzungszeiten der Anlage auf vier Stunden am Tag reduziert und die große Pipe komplett gesperrt. Bürgermeisterin Tausendfreund will sich dafür einsetzen, dass sich das schnell wieder ändert: „Wir wollen sowohl den Anwohnern gerecht werden, als auch die Anlage schnellstmöglich wieder für Skater öffnen.“ Der Plan für 2017 ist es, dort eine Schallschutzwand zu errichten. „Bis es soweit ist, hoffen wir auf das Verständnis und etwas Geduld der betroffenen Anwohner“, sagt Tausendfreund. Die Bürgermeisterin möchte aus der Not eine Tugend machen: „An der Schallschutzwand soll gleich noch eine Boul­derwand errichtet werden. Wir warten nur noch auf grünes Licht vom Landratsamt.“

Auch der Umbau und die Erweiterung des Pullacher Friedhofs wird die Gemeinde im kommenden Jahr beschäftigen. Nachdem im Herbst 2016 bereits die Modernisierung des Lagerplatzes an der Wurzelseppstraße abgeschlossen wurde, soll es nun mit den Arbeiten am Friedhofsgebäude losgehen.

Dringender Handlungsbedarf besteht beim Thema Asyl: Für rund 100 Flüchtlinge, die noch bis zum Frühjahr auf der Burg Schwaneck untergebracht sind, muss eine Lösung gefunden werden. Spätestens im Sommer will die Gemeinde die Burg dann wieder wie ursprünglich als Jugendherberge nutzen.

vha

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