Putziger Zugang im Zoo

So süß ist der Panda-Nachwuchs im Tierpark Hellabrunn

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Pfoten hoch zur Untersuchung: das kleine Panda-Junges von Miu und Justin ist ein Weibchen.

Ganz viel schmusen mit Mama Miu: Das Panda-Junges steht kurz vor ersten Gehversuchen. Am Aktionstag am 16. September 2018 können Tierpark-Besucher über den Namen abstimmen

Niedlicher Blick, kuscheliges Fell und das Geschlecht ist jetzt auch geklärt. Obwohl das kleine Panda-Baby inzwischen schon zweieinhalb Monate auf der Welt ist, versteckt Mama Miu ihr Jungtier noch gut geschützt in ihrer Wurfbox vor den neugierigen Blicken der Besucher. Als die Tierärzte gemeinsam mit den Tierpflegern die Anlage betreten, um in wenigen Minuten die Gesundheit der Kleinen zu checken, sie zu wiegen und das Geschlecht zu bestimmen, verschwindet Miu schnell auf den Baum und beobachtet das Geschehen aus sicherer Entfernung.

„Stolze 1,2 Kilogramm wiegt sie schon“, freut sich Tierpfleger Thomas Kaindl, nachdem der Check beendet ist und die Kleine zurück in die Wurfbox gesetzt wurde.

Vater des Jungtieres ist der rote Panda Justin, der erst im Frühjahr 2017 nach Hellabrunn kam. Umso glücklicher ist der Tierpark, dass es bereits mit dem Nachwuchs geklappt hat. Wie bei kleinen Pandas üblich, beteiligt sich das Männchen nicht an der Aufzucht des Jungtieres, muss jedoch auch nicht von Mutter und Kind getrennt werden.

Für gewöhnlich verbringt der niedliche Nachwuchs die ersten zwei bis drei Monate in der Wurfbox, bevor er erste tapsige Schritte nach draußen wagt. Bereits wenige Tage nach der Geburt des Jungtieres hielt sich Miu wieder viel in den Bäumen auf, was jedoch nicht bedeutet, dass sie sich nicht um ihr Kind kümmert. „Die Mutter sieht mehrmals täglich nach dem Rechten“, erklärt Beatrix Köhler, zuständige Kuratorin und Zoologische Leiterin, und ergänzt: „Dann säugt und putzt sie das Jungtier.“

Mehrmals die Woche trägt Miu ihr Jungtier von der Box im vorderen Teil der Anlage über einen Baumstamm hinüber in eine alternative Box im hinteren Teil. „Wer im richtigen Moment vorbeischaut, kann den kühnen Transport über das Wasser beobachten und stellt dabei fest, dass die Kleine schon ganz schön gewachsen ist“, erzählt Beatrix Köhler.

„Es wird nicht mehr lange dauern, bis Miu ihren Nachwuchs zu ersten Gehversuchen motiviert und sie auch immer häufiger draußen zu beobachten sind.“

Wie soll der kleine Panda heißen?

Am Sonntag, 16. September können die Besucher im Rahmen des Internationalen Roten-Panda-Tages über den Namen der kleine Panda-Dame abstimmen und eine Jahreskarte für den Tierpark Hellabrunn gewinnen.

Der Internationale Rote-Panda-Tag wurde vom Red Panda Network ins Leben gerufen, um auf die Bedrohung des Roten Pandas aufmerksam zu machen. Am diesjährigen Aktionstag beteiligen sich neben Hellabrunn über 70 weitere Zoos aus der ganzen Welt, unter anderem aus Japan, China, Neuseeland, den Vereinigten Staaten und Frankreich. Von der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Rote Panda, auch Kleiner Panda genannt, als „stark gefährdet“ gelistet. Nur noch etwa 10.000 Rote Pandas gibt es in ihrem ursprünglichen Lebensraum. Kleine Pandas leben in den Bergwäldern des Himalayas, sind dämmerungsaktiv und verbringen die meiste Zeit des Tages schlafend in Baumkronen. Ihr Verbreitungsgebiet wird immer kleiner und ist unter anderem durch kontinuierliche Abholzung bedroht.

Tierpark/ jl

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