Neue Welle für Surfer?

Wittelsbacher Brücke: So wird die Isar weiter ausgebaut

Untergiesing/Isarvorstadt Am Eisbach sind sie die Attraktion – die Stadt duldet dort die Surfer. Doch jetzt soll es eine Isarwelle an der Wittelsbacher Brücke geben, ganz offiziell: „Die SPD hat einen Antrag gestellt, um diesen Flussabschnitt für Surfer und Kanuten interessanter zu gestalten“, so Daniela Schaufuß vom Baureferat – eine Machbarkeitsstudie soll prüfen, wie entsprechende Wellen und Strömungen bei Mittelwasser erzeugt werden können. Dafür sei die Zeit jetzt ideal, da die so genannte Wittelsbacher Schwelle repariert werden müsse. „Das ist ein künstliches Bauwerk, um die Isarsohle an der Stelle zu stützen und so auch den Stand der Brücke zu festigen“, sagt Schaufuß. Während das über hundert Jahre alte Konstrukt erneuert wird, könnte man die künstliche Strömung miteinarbeiten. Ein Gutachten 2007 hat ergeben, dass das Bauwerk aus Holzspundwänden und Beton Altersschwächen zeigt. „Wir mussten mit der Sanierung warten, bis die Renaturierung in diesem Bereich abgeschlossen war“, meint Schaufuß. Bei den Reparaturarbeiten soll der neu entstandene Seitenarm genutzt werden, um das Isarwasser umzuleiten. Schaufuß erstellt gerade aus allen Fakten eine Beschlussvorlage für den Stadtrat. „Der muss dann entscheiden, ob er die Machbarkeitsstudie für eine künstliche Welle in Auftrag gibt oder ob wir gleich mit der Sanierung der Wittelsbacher Schwelle beginnen.“ Auf lokaler Ebene findet das Konzept bereits Zuspruch. „Prinzipiell finde ich alles, was die Isar an dieser Stelle belebt, gut“, erklärt der Vorsitzende des zuständigen Bezirksausschusses Untergiesing/Harlaching, Thomas Schwindel. Auch der angrenzende Bezirksausschuss Au/Haidhausen findet den Plan gut: „Uns ist wichtig, dass die künstliche Welle keine zusätzliche Gastronomie an der Isar nach sich zieht“, so BA-Chefin Adelheid Dietz-Will. Maren Kowitz

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