Kletteranlage wird zur Hängepartie

Wirbel um Kletterzentrum – kommt nun die Erweiterung?

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So stellt sich der DAV die neue Kletterhalle vor. 

Zoff um Erweiterung: Vom BA abgelehnt, jetzt vom Stadtrat gefordert, Bürger sind zwiegespalten. Wie es mit dem Kletterzentrum in Thalkirchen weitergeht...

Thalkirchen – Das Kletterzentrum an der Thalkirchner Straße möchte sich vergrößern (Hallo berichtete). Der hiesige BA hat sich 2018 einstimmig gegen das Projekt ausgesprochen. So wie auch die Lokalbaukommission (LBK). 

Jetzt erhält die Initiative Unterstützung aus dem Rathaus. BA-Chef Markus Lutz (SPD) bezeichnet das als „populistischen Wahlkampf“. Bisher ist geplant, neben dem Kletterzentrum einen zweistöckigen Erweiterungsbau zu errichten. 

BA-Chef Markus Lutz (SPD) bezeichnet das als „populistischen Wahlkampf“.

Seit dem ersten Bauantrag sind knapp eineinhalb Jahre vergangen. Bei einem Gespräch im Sommer 2019 habe die LBK laut Lutz nochmals klar gemacht, „dass eine Erweiterung baurechtlich nicht möglich wäre, schlichtweg nach Baugesetz illegal ist.“ 

Ingo Trömer vom Planungsreferat bestätigte, „dass erhebliche planungsrechtliche und naturschutzfachliche Gründe gegen die Erteilung einer Baugenehmigung gesprochen hätten.“

Nachdem der Deutsche Alpenverein (DAV) eine Online-Petition und Postkartenaktion an OB Reiter startete, kommt jetzt Unterstützung aus dem Rathaus: Fraktionschefin und OB-Kandidatin Katrin Habenschaden (Grüne) begrüßte die Pläne „als wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Freizeitmöglichkeiten in einer rasch wachsenden Stadt.“ 

Fraktionschefin und OB-Kandidatin Katrin Habenschaden (Grüne) unterstützt die Vergrößerung des Kletterzentrums in Thalkirchen.

Kurz darauf folgte ein entsprechender Antrag der CSU-Fraktion im Stadtrat. Und auch die SPD zieht jetzt nach: OB Reiter kündigte bei einem Empfang des DAV im Rathaus seine Unterstützung an. 

Aber auch wenn über 10 000 Menschen die Online-Petition des DAV unterzeichneten, stellen sich Anwohner weiterhin gegen das Projekt. So auch in der Bürgerversammlung: Zwei Anträge zur Ablehnung des Projekts, unter anderem mit Verweis auf das Parkplatzproblem und den Naturschutz, nahmen die Sendlinger mehrheitlich an. 

Wie es nun an der Thalkirchner Straße weitergehen wird, könnte sich am 14. November entscheiden. Dann ist der DAV für ein Gespräch bei der Verwaltung. 

Ein Vertreter der LBK, der bei der Bürgerversammlung anwesend war, vermutete, dass es wohl zu einem neuen Bauantrag kommen könnte. 

Und das macht ihm Sorgen: Momentan sei das Areal als allgemeine Grünfläche im Flächennutzungsplan festgesetzt und deshalb sehr wertvoll. Jetzt könnte es in Bauland umkippen.

S. Oberhuber

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