Mehr Welle an der Floßlände?

Welle um Floßlände – Surfer fordern mehr Wasser im Kanal 

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40 anstehende Surfer, 20 Minuten Wartezeit: Das sei laut der Interessengemeinschaft Surfen in München an der Floßlände die Regel. Nun fordern die Surfer mehr Wasser im Kanal.

Weil die Anfängerwelle nur wenige Stunden pro Tag befahren werden könne, fordern die Surfer von der Stadt, mehr Wasser in den Kanal zu schicken. Bei einem Runden Tisch, wurde der Vorschlag jetzt diskutiert. Was herauskam...

Thalkirchen – 59,90 Euro verlangt „Herr Schweizer“, wie Wolfrik Fischer, erster Vorstand der Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM), die Arena in Taufkirchen nennt, für 45 Minuten Wellenreiten. 

An der Floßlände in Thalkirchen können Anfänger kostenlos aufs Board springen. Allerdings ist die Welle nur wenige Stunden am Tag befahrbar, von den langen Wartezeiten für einen Sprung ins kühle Nass ganz abgesehen. 

Surfer fühlen sich von der Stadt im Stich gelassen

Die IGSM fordert deshalb von der Stadt, in dieser Saison vier Kubikmeter mehr Wasser pro Sekunde den Kanal hinunterzuschicken. So könne von morgens bis abends gesurft werden. Bei einem Runden Tisch am Dienstagnachmittag, zu dem das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) geladen hatte, sollten die Forderungen diskutiert werden. 

„Es geht uns darum, dass der Surfspot zu einer Attraktion wurde“, sagt Fischer. Der Sport wachse daher so schnell, dass die Verwaltung viel schneller reagieren müsse. Doch von der Stadt fühlen sich die Surfer im Stich gelassen: 

Ende 2017 wurde das RGU vom Umweltausschuss beauftragt, mögliche Verbesserungen an der Floßlände zu prüfen. „Anstatt konstruktiv an Problemlösungen zu arbeiten, wurde der Auftrag an das Baureferat delegiert und dort bis heute nicht bearbeitet“, so das Positionspapier der Surfer für den Runden Tisch. 

„Wir sind da auf einem guten Weg.“

In einer Stellungnahme des RGU heißt es, dass „im Baureferat keine ausreichenden personellen Ressourcen verfügbar sind“. Die Stelle werde Anfang 2020 eingerichtet. Sobald sie dann besetzt sei, könne mit dem Grundkonzept begonnen werden. 

Die Surf-Saison an der Floßlände beginnt aber bereits im Mai. Stefan Hornung, zweiter Vorstand der IGSM, gab sich nach dem Gespräch beim RGU am Dienstagabend „relativ optimistisch. Wir sind so weit gekommen, dass die Stadtwerke gebeten werden, zu prüfen, ob unser Vorschlag funktionieren würde. Wir sind da auf einem guten Weg.“

Sophia Oberhuber

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