Online und mit Postkarten

Mit Petition zur Modernisierung: Unterschriften sollen Kletteranlage retten

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Um den Bereich etwas attraktiver zu machen, habe man nachträglich Klettergriffe an die Wände angebracht. Andreas Roth kletterte an der Thalkirchner Straße schon in seiner Jugend.

Schwingt man sich in Thalkirchen bald zu neuen Höhen auf? Derzeit ist die Kletter-Freianlage aus den 80er Jahren wie leergefegt. Eine Unterschriftenaktion soll das ändern.

Thalkirchen – Die tonnenschweren Betonwände erinnern an eine andere Zeit. Als es noch keine High-Tech-Kletterhallen und modernen Boulderwände gab. „Damals, 1989, war die Freianlage eine Sensation“, erinnert sich Andreas Roth. Heute: gähnende Leere. Und das, obwohl die Hallen an der Thalkirchner Straße selbst um die Mittagszeit gut belegt sind. 

Das Kletterzentrum kämpft seit Anfang 2018 für eine Modernisierung des Außenareals. Bisher mit wenig Erfolg. Nun soll eine Petition helfen.

Roth ist Vorsitzender der Kletterzentren des Deutschen Alpenvereins in München. Er kraxelt seit er 17 Jahre alt ist, die massive Freianlage bezeichnet der geborene Sendlinger als „Urzelle des Kletterns“. Trotz aller Nostalgie soll die einem modernen zweistöckigen Boulder-Komplex weichen. „Bouldern entwickelt sich zum Trendsport“, so Roth.

Bereits halbe Million investiert

Seit dem ersten Bauantrag sind eineinhalb Jahre vergangen. Knapp eine halbe Million Euro habe der Verein bisher in die Planung investiert. War das jetzt alles umsonst?

BA-Chef Markus Lutz (SPD) stellt klar: „Die Lokalbaukommission hat im August im Stadtrat gesagt, dass die Sanierung rechtlich nicht möglich ist.“ Ingo Trömer vom Planungsreferat bestätigt, dass „erhebliche planungsrechtliche und naturschutzfachliche Gründe gegen die Erteilung einer Baugenehmigung gesprochen hätten.“ Für Roth unverständlich: „Unsere Gespräche mit dem Stadtbauamt waren immer äußerst positiv.“

Mit einer Online-Petition (www.boulderstattbeton.de) und einer Postkarten-Aktion an OB Dieter Reiter will der Verein aber weiter für sein Herzensprojekt kämpfen. „Wir wollen zeigen, dass die Münchner hinter dem Projekt stehen.“ Knapp 8000 Menschen haben die Petition bisher unterzeichnet.

Sophia Oberhuber

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