Förderschulzentrum hoch fünf

Solln: Anwohner kämpfen gegen Erweiterungsbau an der Allescherstraße

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Aktuell befindet sich auf dem Schulgelände an der Allescherstraße das einstöckige Förderzentrum und eine Kindertagesstätte.

Wo jetzt ein kleines Förderzentrum steht, soll bald ein gigantisches Bildungsareal entstehen, das 400 Kinder aufnehmen kann. Die Nachbarn fürchten die Konsequenzen. 

  • Unruhe unter den Anwohnern
  • Wie soll die Erweiterung aussehen?
  • Verbessertes Verkehrskonzept
  • Solln: Die Dimensionen, die das Gebäude 50 Meter von ihrem Haus entfernt annehmen soll, beunruhigen die Familie Flaig. Und damit sind sie nicht allein. Etwa 30 Parteien aus den Wohngebäuden rund um das Förderzentrum an der Allescherstraße beurteilen die Pläne für die Erweiterung des Schulcampus als kritisch, so zumindest die Flaigs. 

    Wie soll die Erweiterung aussehen?

    Pläne, aus denen hervorgeht, dass aus dem aktuell einstöckigen Schulgebäude ein Fünfstöcker werden soll. Inklusive drei Kindergartengruppen, zwei Krippen, Sportplätzen. Nach Auskunft des Referates für Bildung und Sport (RBS) werden insgesamt über 400 Kinder auf dem Areal lernen und spielen. Vor allem die verkehrliche Erschließung ist bislang laut Anwohnern nur unzureichend geklärt. „Die Außenwirkung von dem, was da geplant ist, ist ein bisschen wie ein Flughafenterminal“, klagt Benno Flaig. 

    Noch ist das Areal überschaubar.

    Nur wenige Meter neben dem Spazierweg durch das Wäldchen westlich des Schulgebäudes könnten bald 20 Meter hohe Betonwände in die Luft ragen – und damit das Naherholungsgebiet gefährden, befürchtet Flaig. Klar ist ihm, dass es mehr Schulen braucht, um den Bedarf zu decken. Klar ist Flaig und seinen Mitstreitern aber nicht, warum dieser Bedarf an einem so dezentralen, wenig erschlossenen Ort wie der Allescherstraße in Solln gedeckt werden soll. „Die Erschließung über die Sackgasse Allescherstraße wird nicht funktionieren“, so Flaig. Auch Ludwig Weidinger (CSU), Vorsitzender des BA, sieht das aktuell kritisch: „Das Verkehrsgutachten wurde an einem schönen Sommertag gemacht – manche waren zu dem Zeitpunkt vielleicht schon im Urlaub. Dementsprechend ist das Ergebnis.“ 

    Verbessertes Verkehrskonzept

    Das RBS stellt den Lokalpolitikern am Mittwoch, 18. März, nun ein zweites, „wohl verbessertes“, wie BA-Chef Weidinger sagt, Verkehrsgutachten vor. Erst dann wird das Gremium Stellung nehmen. „Die Überarbeitung des Verkehrsgutachtens befindet sich derzeit in der Abstimmung“, teilt Katharina Rieger, Sprecherin des RBS, auf Anfrage mit. Am 18. März soll auch besprochen werden, ob noch einmal eine öffentliche Veranstaltung zu den Plänen stattfinden wird. 

    Sophia Oberhuber

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