Studenten der TUM erstellen Konzepte

Ein Wald im neuen Viehhofareal? So könnte das Gelände am Bahnwärter Thiel aussehen...

Studenten der TUM haben 14 Konzepte für die Gestaltung des südlichen Teils des Viehhofareals entwickelt.
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Studenten der TUM haben 14 Konzepte für die Gestaltung des südlichen Teils des Viehhofareals entwickelt.

Auf einer Fläche von etwa sieben Fußballfeldern soll zwischen Tumblinger-, Zenetti- und Thalkirchner Straße ein neues Quartier mit 600 Wohnungen entstehen.

Der Viehhof hatte mehr als hundert Jahre lang als Umschlagplatz für lebendige Tiere gedient. Heute gibt es dort Kultur statt Viehhandel: der Bahnwärter Thiel fungiert mit seinem Container-Park nicht nur als Veranstaltungsort, sondern bietet inzwischen auch Büroflächen für soziale Einrichtungen und Künstler. An der Tumblingerstraße entsteht das neue Volkstheater.

Das Viehhofareal ist im Wandel

Studenten der Technischen Universität München (TUM) haben nun Konzepte für die mögliche Gestaltung dieses neuen Raums mitten in der Isarvorstadt entwickelt.

„Das Areal ist wegen seiner Geschichte als Viehhof interessant, die sich in Strukturen und Gebäuden noch gut ablesen lässt“, erläutert Felix Lüdicke, der das Projekt zusammen mit Johann-Christian Hannemann am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum betreute.

Felix Lüdicke

Wie könnte der geplante Grünzug im Süden des Areals aussehen? Haben aktuelle kulturelle Zwischennutzungen, wie der Bahnwärter Thiel, dort dann überhaupt noch Platz? Insgesamt 14 Antworten gibt es auf diese Fragen von den angehenden Landschaftsarchitekten:

Mithilfe des Aushubs, der beim Neubau der Wohnungen entstehen wird, könnte eine Art Wall mit Ausläufen geschaffen werden, so der Entwurf von Helen Heinz. Der Hügel könnte den Münchnern zum Beispiel als Ort zum Schlittenfahren dienen. Teile des Bahnwärter Thiels werden in die Neugestaltung integriert – zum Beispiel ein Open-Air-Kino.

So könnte eine Open-Air Kino in Viehhof aussehen.

Auch im Konzept von Rebecca Kranner bleiben Teile der kulturellen Zwischennutzung bestehen. Doch die Studentin stellt sich für das Viehhofareal vor allem eines vor: einen Stadtwald. Die frei werdende Fläche soll zum Buchenmischwald werden. Es gibt Entdeckerwege und eine Lichtung, die zum Beispiel zum Sporteln oder für Nachbarschaftsfeste geeignet ist.

Das Konzept „Lärmschutz(t)raum“.

Die Entwürfe der Studenten sollen baldmöglichst auf wetterfeste Planen gedruckt und im Viertel ausgestellt werden, um die Ideen den Anwohnern zu präsentieren. Der zuständige Bezirksausschuss hat einem entsprechen Antrag auf finanzielle Unterstützung aus den BA-Kassen bereits zugestimmt.

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