Ausgeflattert

Münchner Tierpark Hellabrunn schließt Fledermaus-Grotte für immer – aktuell sind auch viele Vögel weggesperrt

in Schild mit der Aufschrift "Grossvoliere" im Münchner Tierpark Hellabrunn weist den Weg zum Eingang. Seit Montag sind Lockerungen in der Corona-Pandemie in Kraft getreten.
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Seit Montag sind Corona-Lockerungen in Kraft getreten - Die Großvoliere im Tierpark Hellabrunn bleibt jedoch aus einem anderen Grund geschlossen.
  • Jonas Hönle
    vonJonas Hönle
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  • Marco Litzlbauer
    Marco Litzlbauer
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Trotz Corona-Lockerungen schließt die Fledermaus-Grotte im Tierpark Hellabrunn dauerhaft und Besucher können aktuell viele Vögel nicht sehen. Die Gründe für die Entscheidungen...

  • Die Fledermaus-Grotte im Tierpark Hellabrunn schließt dauerhaft.
  • Grund für die Schließung ist die Bausubstanz des Gebäudes.
  • Besucher können aktuell auch viele Vögel nicht sehen.

Update: 11. März 2021

Ab sofort sind einige Vogelarten in Hellabrunn nicht mehr für die Besucher zu sehen. Das teilte der Tierpark nun mit. Dazu gehören Laufvögel und alle Tiere in der Großvoliere.

  • Der Grund: Das Risiko einer Infektion des wertvollen Vogelbestands mit der Vogelgrippe soll so gering wie möglich gehalten werden.
  • Wichtig: Bisher konnten keine Anzeichen auf die „Aviäre Influenza“ im Tierpark beobachtet werden. Bei dem Beschluss in Abstimmung mit dem Veterinäramt handele es sich also um eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Da sich die Zugvogelsaison – und somit die Hochrisikophase der Verbreitung – bereits dem Ende neigt, seien die aktuellen Maßnahmen „hoffentlich von nicht allzu langer Dauer“, so Tierpark-Direktor Rasem Baban. Die „Aviäre Influenza“ ist nur unter Vögeln übertragbar, es bestehe also keine Gefahr für Tierpark-Gäste oder andere Tiere.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die seit Anfang 2020 für Besucher geschlossene Fledermaus-Grotte nie mehr öffnen wird. Die Bausubstanz des Gebäudes sei „katastrophal“, das Haus nicht mehr nutzbar. Am Ort der Fledermaus-Grotte – künftig Geozone Afrika – soll langfristig eine komplett neue Zwergflusspferd-Anlage entstehen. 

Die Fledermaus-Grotte im Tierpark Hellabrunn wird dauerhaft geschlossen.

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Tierpark Hellabrunn schließt Fledermaus-Grotte dauerhaft ‒ Wo Brillenblattnasen flogen, baden bald Flusspferde

Erstmeldung: 10. März 2021

Die Fledermaus-Grotte im Tierpark Hellabrunn war jahrelang eine Attraktion für Besucher. Jetzt muss München dauerhaft auf ein solches Highlight verzichten.

Bereits seit dem Corona-Lockdown 2020 war die Grotte geschlossen. Im Laufe des Jahres hat sich dann herausgestellt, dass die Bausubstanz des Gebäudes so katastrophal ist, dass eine weitere Nutzung nicht mehr möglich sei.

Das Gebäude war über Jahrzehnte zunehmend von Feuchtigkeit und Schimmel befallen und konnte nur mit regelmäßig durchgeführten, teuren Erhaltungsmaßnahmen in Betrieb gehalten werden.

Die marode Bausubstanz ließ jetzt keine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Teilsanierung mehr zu. Zudem würde der Kostenaufwand in keiner Relation zur Nutzung stehen.

Der Eingang zur Fledermaus-Grotte im Tierpark Hellabrunn.

Tierpark Hellabrunn in München schließt Fledermaus-Grotte dauerhaft

Zum Schutze von Mitarbeitern und Besuchern, aber auch im Sinne eines modernen Tiermanagements und um die dämmungsbedingt extrem hohen Heizkosten zu vermeiden, fiel der Entschluss, die Fledermaus-Grotte endgültig zu schließen.

Am Ort der Fledermaus-Grotte – künftig Geozone Afrika – soll langfristig eine komplett neue Zwergflusspferd-Anlage entstehen.

Zunächst liegt im Jahr 2021 der bauliche Fokus gemäß Masterplan jedoch auf der neuen Löwenanlage sowie auf der Umgestaltung der Wolfsanlage.

Die Grotte schließt - Manche Fledermäuse bleiben im Tierpark Hellabrunn

Ein Teil der Fledermäuse, die Brillenblattnasen, waren schon Anfang Februar 2021 in andere Zoos gebracht worden.

In Hellabrunn gibt es jedoch nach wie vor noch zwei weitere Fledermausarten: Die Palmen- und Riesenflughunde sind in der Dschungelwelt zuhause.

Der Hellabrunner Masterplan sieht auch eine weitere Haltung von Brillenblattnasen vor: In der zukünftigen Geozone Amerika ist eine gemeinsame Unterbringung mit Kuba-Baumratten, Azara-Agutis und Zweifingerfaultieren geplant.

Tierpark Hellabrunn/jh

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